CDU-Agrarpolitiker Heinz: "Die Preisentwicklung für landwirtschaftliche Produkte ist ruinös!"

Beitrag vom 22.03.2016 - 14:33 in Ländlicher Raum, Umwelt und Landwirtschaft

Am Mittwoch wollen in fünf Städten Sachsens Bauern mit dem Aktionstag "Das kommt beim Bauern an" demonstrieren. Damit machen die Landwirte auf die aktuellen Niedrigpreise aufmerksam.

Symbolbild, © Canva/Lunamarina

Der agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Andreas Heinz, sagt: "Die aktuelle Preisentwicklung auf dem Markt für landwirtschaftliche Produkte ist ruinös. Dies ist absolut inakzeptabel und macht alle Anstrengungen für eine positive Entwicklung des gesamten Ländlichen Raums zunichte."

Die CDU-Fraktion unterstützt diese Proteste und setzt sich dafür ein, dass den Landwirten faire Preise für alle ihre Produkte gezahlt werden. "Es geht nicht nur um die Milch. Auch Schweinefleisch oder Getreide müssen wieder so bezahlt werden, dass der Landwirt davon leben kann", betont Heinz. Nur so können die hohen Standards sichergestellt werden, die der Verbraucher von den Lebensmitteln erwartet.

In diesem Zusammenhang kritisierte Andreas Heinz auch die Erlaubnis von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel zur Übernahme der Handelskette Tengelmann durch EDEKA. Dies hebele den Wettbewerb im Einzelhandel aus und verschlechtere die Marktbedingungen für die Landwirte. Wenn 85 Prozent aller Molkereiprodukte von nur fünf Handelsgesellschaften (Edeka, Rewe, Lidl, Aldi, Metro) abgenommen werden, wirkt sich dieses negativ auf die Preise der Landwirte, Molkereien und der Ernährungswirtschaft aus.