CDU-Wirtschaftspolitiker Heidan: EDEKA-Tengelmann-Fusion verschärft Lage von Bauern und Ernährungswirtschaft

Beitrag vom 23.03.2016 - 09:01 in Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Heute demonstrieren in fünf sächsischen Städten Bauern gegen die Niedrigpreise. Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages, Frank Heidan, sagt: "Sachsens Landwirte leiden unter dem ruinösen Wettbewerb auf dem Lebensmittelmarkt!"

Der verschärft sich durch die geplante Fusion von EDEKA und Kaisers-Tengelmann. Die hatte Bundeswirtschaftsminister genehmigt und sich über das Bundeskartellamt und die Monopolkommission hinweggesetzt. Heidan: "Die Genehmigung der Fusion ist eine ordnungspolitische Untat. In einem ohnehin von nur fünf großen Unternehmen geprägten Lebensmittelmarkt den Wettbewerb weiter einzuschränken wird sich langfristig rächen."

Durch Auflagen wird zwar ein Strukturwandel in den beteiligten Unternehmen kurzfristig verhindert. "Aber der Umbau wird nach Ablauf der Fristen umso heftiger stattfinden", ist sich Heidan sicher. Er sagt: "Jeder Volkswirt im zweiten Semester weiß, dass mehr Wettbewerb zu effizienten Strukturen führt, die langfristig stabil und ohne staatliche Eingriffe am Markt bestehen können."

Der CDU-Wirtschaftspolitiker rechnet mit nachteiligen Auswirkungen auf vorgelagerte Wirtschaftsbereiche. Heidan: "Die sächsische Ernährungswirtschaft wird die Auswirkungen spüren. Sie zählt mit 5,8 Milliarden Euro Umsatz und über 19.000 Beschäftigten zu den TOP 5 der Branchen im verarbeitenden Gewerbe Sachsens." Der Druck durch den Lebensmitteleinzelhandel wird weiter steigen. Arbeitsplatzverluste in Ernährungs- und Landwirtschaft werden die Folge sein.