CDU-Wissenschaftspolitiker Dr. Meyer: „EU-Forschungsprogramm noch stärker nutzen!“

Beitrag vom 17.03.2017 - 14:42 in Wissenschaft und Hochschule, Kultur und Medien

Gestern beschloss der Landtag einen Antrag der Koalitionsfraktionen zur stärkeren Beteiligung Sachsens am EU-Forschungsrahmenprogramm „Horizont 2020“. Aufgrund insgesamt sinkender Struktur- und Investitionsmittel der EU gewinnt dieses weltweit größte Rahmenprogramm für den Wissenschaftsstandort Sachsen immer stärker an Bedeutung.

Der Wissenschaftsexperte der CDU-Fraktion, Dr. Stephan Meyer, erklärt: „‘Horizont 2020‘ ist mit einem Gesamtbudget von ca. 77 Mrd. Euro von 2014 bis 2020 das weltweit größte Programm der Forschungs- und Innovationsförderung. Davon muss unsere exzellent aufgestellte Wissenschaftslandschaft künftig noch stärker profitieren.“

Nach Ansicht des Wissenschaftspolitikers gibt es dafür gute Voraussetzung: „Auf Initiative der Koalitionsfraktionen wurde der neue Haushaltstitel für EU-Forschungsprojekte von 1 Mio. Euro um ca. 300.000 Euro pro Jahr im laufenden Doppelhaushalt aufgestockt. Und auch das Land leistet mit der Horizont 2020-Prämie einen wichtigen Beitrag, damit sich unsere Unternehmen mit Hilfe professioneller Dienstleister verstärkt an europäischen Programmen beteiligen können.“

Bisher haben insgesamt 354 sächsische Wissenschaftseinrichtungen und Unternehmen diesen Weg beschritten und mehr als 185 Mio. Euro an EU-Fördermitteln eingeworbenen. Im bundesweiten Ländervergleich liegt Sachsen damit aktuell auf Rang sechs.

Meyer: „Wir sind auf einem guten Weg, ich sehe aber noch Luft nach oben! Deshalb fordern wir die Staatsregierung auf, mögliche Antragsteller über Fördermöglichkeiten besser zu informieren, die Vernetzung sächsischer Forscher untereinander und auf europäischer Ebene stärker zu befördern und sich für die neue Förderperiode für eine möglichst hohe Mittelausstattung – mindestens in gleicher Höhe – einzusetzen.“