Sachsens Kita-Qualität ist besser als ihr Ruf

Beitrag vom 28.08.2017 - 17:00 in Schule und Sport

Heute wurde der „Länderreport Frühkindliche Bildungssysteme 2017“ der Bertelsmann-Stiftung vorgestellt.

Dazu sagt der CDU-Bildungspolitiker Patrick Schreiber: „Die Frage der Kita-Qualität einseitig an den Betreuungsschlüssel zu koppeln ist unseriös. Denn die Qualität hängt von viel mehr Faktoren ab: z.B. auch von der Qualifikation der Erzieherinnen, der Ausstattung der Kindertageseinrichtung, dem Wohlbefinden der Kinder und der Beziehung der Eltern zu den Betreuern! Sachsen schneidet in Bezug auf die Qualifikation der Erzieherinnen sehr gut ab! Mehr als 90 % sind ausgebildete Erzieher oder haben einen Hochschulabschluss. Die Bertelsmann-Studie betrachtet nur strukturelle Qualität, nicht pädagogische.“

„Im Übrigen sollte die Bertelsmann-Stiftung das Sächsische Kita-Gesetz lesen. Fakt ist: Ab 1. September 2018 haben wir einen Betreuungsschlüssel von 1:5 im Krippenbereich“, beton Schreiber.

Zur heute von der SPD gemachten Forderung einer gebührenfreien Bildung von der Kita bis zum Meisterabschluss sagt der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Lothar Bienst: „Wichtiger als die Frage der Kostenfreiheit von Bildung ist die Frage der Qualität, insbesondere im frühkindlichen Bereich. Nach Befragungen der Bertelsmann-Stiftung wäre jedes zweite Elternpaar sogar willens höhere Kitagebühren zu zahlen, wenn es der Qualitätsverbesserung dient. In Sachsen werden die Beiträge für Eltern unter einer bestimmten Einkommensgrenze beispielsweise vollständig übernommen, Alleinerziehende und Familien mit mehreren Kindern erhalten Ermäßigungen. Das ist zielgruppengenau und entlastet diejenigen, die es bedürfen.“