Schiemann nach Brand in künftiger Asylunterkunft in Bautzen: "Fassungslos und wütend"

Beitrag vom 21.02.2016 - 12:12 in Innenpolitik

In einer künftigen Flüchtlingsunterkunft in Bautzen ist in der Nacht zum Sonntag ein Feuer ausgebrochen. Dabei wurden die Einsatzkräfte von alkoholisierten Schaulustigen behindert.

Symbolbild, © Canva/Deyan Georgiev

"Ich bin zutiefst erschüttert", sagt der Bautzner CDU-Wahlkreisabgeordnete Marko Schiemann, der sich heute Morgen selbst ein Bild vor Ort machte und mit den Einsatzkräften sprach. "Wir brauchen nun schnelle Klarheit darüber, wie es zu dem Feuer kam. Sollte sich herausstellen, dass hier Brandstifter am Werk waren, müssen die Täter schnellstens ermittelt und zur Verantwortung gezogen werden", so Schiemann.

Der CDU-Innenpolitiker verurteilt die Behinderung der Löscharbeiten in der vergangenen Nacht: "Es macht mich fassungslos und wütend, wenn der Brand in einer künftigen Asylunterkunft von Schaulustigen offenkundig bejubelt wird. Ich bin dankbar, dass die Polizei den Störern klar ihre Grenzen aufgeigt und sie umgehend in Gewahrsam genommen hat." Dass die Täter stark alkoholisiert gewesen wären, dürfe keine Rechtfertigung sein.

Von "Tagen der Schande für Sachsen" spricht Schiemann auch mit dem Blick auf die Vorfälle in Clausnitz am Donnerstagabend: "Bei aller möglicher Kritik an der Flüchtlingspolitik, macht es mich betroffen, wie unverhohlen offen Menschen ihren Hass zur Schau stellen, dabei jedes Maß verlieren und jede Grenzen überschreiten. Einige schrecken nicht einmal mehr davor zurück, ihrer widerwärtige Denke durch Straftaten zu unterstreichen. Der Freistaat und die übergroße Mehrheit der hier lebenden Bürger haben es nicht verdient, durch das menschenverachtende und kriminelle Handeln von Ausländerfeinden insgesamt in Misskredit gebracht zu werden."