Ein Tag im Leben von

Ein Leben zwischen drei Büros.

Frank Kupfer ist ein entspannter Mensch. Er nimmt sich im Gespräch Zeit, blickt kaum auf seine Uhr. Dabei ist der Fraktionsvorsitzende ein viel beschäftigter Mann. Regelmäßig pendelt er zwischen seinen drei Büros in Torgau, Oschatz und Dresden. Neben seinen politischen Ämtern ist er auch ehrenamtlich tätig. Doch woher kommt bei einer solchen Fülle an Aufgaben diese Lockerheit? Wir haben Frank Kupfer einen Tag bei seiner Arbeit begleitet.

6:30 Uhr

Guten Morgen! Frank Kupfer startet in einen turbulenten Tag. Auf der Agenda stehen Termine in Torgau, Oschatz und Dresden. Doch erst mal wird gefrühstückt. »Eine Tasse Pfefferminztee und ein herzhaft belegtes Brötchen bringen mich gut in den Tag«, sagt Kupfer.

8:00 Uhr

Arbeitsbeginn für Frank Kupfer in seinem Torgauer Wahlkreisbüro. In einer Bürgersprechstunde stellt er sich den Fragen und Anliegen der Menschen aus seinem Wahlkreis. Mehr als 50 Mails müssen pro Tag beantwortet werden, etwa 30 Anrufe nimmt sein Büroleiter entgegen.

10:30 Uhr

Treffen in der Torgauer Innenstadt, mit dem Bundestagsabgeordneten Marian Wendt und Torgaus neuer Oberbürgermeisterin Romina Barth. Themen und Termine werden abgestimmt, nebenbei mit Passanten geredet. »So kriege ich viel mehr mit, als wenn ich Stunden im Büro sitze. Auf die Menschen zuzugehen ist mir unheimlich wichtig.«

11:00 Uhr

Weiter geht es nach Oschatz. »Eigentlich besteht mein Wahlkreis aus zweien«, sagt Kupfer. »Deshalb habe ich auch zwei Büros. Die Bürger sollen kurze Wege haben.«

11:45 Uhr

Termin im O-Schatz- Park. Der Familienpark mit Zoo, Teich und Schatzinsel beherbergt sogar die weltgrößte Kaffeekannen- sammlung. »Ich habe eine Kupferkanne beigesteuert«, schmunzelt Kupfer. Als Vorsitzender des Fördervereins Landesgartenschau Oschatz 2006 e. V. kümmert er sich um die kleine Gartenschau, die im nächsten Sommer auf dem Gelände stattfindet.

12:30 Uhr

Doch schon klingelt das Telefon – der Fraktionsvorsitzende wird dringend in Dresden gebraucht. Kupfer macht sich auf den Weg in den Landtag. 

14:00 Uhr

Das Telefon des Fraktionsvorsitzenden steht nicht still. Mit einem Blick auf die Elbe erledigt er die letzten Anfragen, bevor er im Landtagsgebäude verschwindet. 

14:10 Uhr

Das Büro ist aufgeräumt – nur ein paar Miniaturglocken erinnern an die Heimat und an Kupfers Erfolg im Wahlkreis: Die Wiederbeschaffung der Glocken auf dem Glockenturm des Schlosses Hartenfels in Torgau hat er maßgeblich mit vorangetrieben. Nun muss er sich um die Belange der Fraktion kümmern. Dazu gehört auch ein Blick in die Presse: »Eine wichtige Aufgabe von mir ist die ständige Beobachtung aller politischen Bewegungen von Koalitionspartnern und Opposition«, sagt Kupfer.

15:00 Uhr

Von Finanzpolitik, über Hochschule und Landwirtschaft – alles geht über den Schreibtisch des Fraktionsvorsitzenden. »Ich habe zwar viel weniger Mitarbeiter, aber viel mehr politischen Gestaltungsraum«, sagt Kupfer. Denn wenn ein Gesetz verabschiedet werden soll, dann muss die Regierung eine Mehrheit im Landtag finden. »Als Fraktionsvorsitzender sorge ich für diese Mehrheiten.«

17:00 Uhr

Während viele Dresdner Feierabend haben, geht im Landtagsbüro die Arbeit weiter. Anfragen der Bürger müssen bearbeitet und an die Fraktion weitergereicht werden. 

19:00 Uhr

Auch für den Fraktionsvorsitzenden neigt sich der Tag dem Ende zu. Manchmal verlässt er den Landtag auch erst nach 21 Uhr. Zum Abendbrot schafft er es heute aber nach Oschatz, wo er mit seiner Frau lebt. Seine seltene Freizeit verbringt Frank Kupfer am liebsten in seinem Garten. Wenn es sein Kalender erlaubt, geht er Angeln. »Das ist das Beste: Am Teich sitzen und der Natur zusehen. Fische fangen wird da schnell zur Nebensache.«

Fotos: André Forner

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