Ein Tag im Leben von

Verbindlich vor Ort und fit in der Repräsentation.

Als Vizepräsidentin des Landtags hat Andrea Dombois ein besonders großes Pensum zu bewältigen. Kaum ein Wochenende, an dem sie keine Repräsentationstermine wahrzunehmen hätte – etliche im Landtag, manche sogar außerhalb von Sachsen. Hinzu kommt die Arbeit im Wahlkreis, wo sie alle wichtigen Akteure persönlich kennt.

8:00 Uhr

Abfahrt nach Annaberg-Buchholz. Dort tagt alle zwei Monate der Vorstand des Tourismusverbands Erzgebirge, in dem sie Stellvertretende Vorsitzende ist. Diesmal geht es um die Finanzierung der Winterbusse von den Hotels zu den Wintersportstätten und Probleme bei der Bewerbung als Montanregion zum Weltkulturerbe. Auch über die Ausstellung „Silberrausch und Berggeschrey“ wird gesprochen. Andrea Dombois setzt sich dafür ein, dass die Bergbautradition im Dippoldiswalder Museum stärker präsentiert wird.

14:00 Uhr

Zurück im Wahlkreisbüro. Schnell lässt sie sich von Ramona Müller über die eingegangene Post und die wichtigsten Telefongespräche berichten.

14:30 Uhr

Karl-Günther Schneider, der Ortsvorsteher von Obercarsdorf, hat sich angemeldet. Sein Problem: An Nebenflüssen der Weißeritz wurden beim Hochwasser 2013 zwei Brücken weggerissen. Nun sollen die Bachläufe instand gesetzt werden, aber eine Erneuerung der Wanderbrücken ist nicht geplant. Die beiden überlegen an einer Lösung. Andrea Dombois verspricht, bei der Stadtverwaltung nachzuhaken.

16:00 Uhr

Im Schmiedeberger Pfarrhaus ist Andrea Dombois Gast beim wöchentlichen Asyl-Kaffeetisch. Sie gießt selber ein und verteilt Kuchen, der schnell weggeht. Von Bewohnern einer Großunterkunft wird ein Beschwerdebrief vorgetragen: Es wird kaum geheizt, der Internetzugang ist unzureichend, die Behandlung ist respektlos. „Ich nehme den Brief heute mit“, stellt die Abgeordnete klar und sichert zu, mit dem Betreiber zu sprechen und ihn an seine Pflichten als Betreiber eines Asylheims aufmerksam zu machen.

18:45 Uhr

Bei der Bürgerhilfe Sachsen in Bärenfels hat sich Sozialministerin Barbara Klepsch angesagt. Andrea Dombois hat den Besuch vermittelt. Unter dem Motto „Zu Hause alt werden“ hatte die Bürgerhilfe für Altenberg ein Netz von Hilfeleistungen aufgebaut, das Senioren ohne Pflegstufe den Alltag in ihrer angestammten Wohnung erleichtern soll. Nach fünf Jahren wird es immer stärker genutzt und erhielt sogar eine Auszeichnung. Aber nun steht die Finanzierung in Frage, weil das Ministerium die Förderpolitik umgestellt hat. Nach intensiver Diskussion bittet die Ministerin, ihr die Probleme mit dem neuen Fördersystem noch einmal aufzuschreiben. – Um 20:25 Uhr verabschieden sich alle in den kurzen Feierabend.

Fotos: Michael Schmidt

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