Das raten Bürger der Politik beim Thema Geld

David Nichterlein (wissensch. Mitarbeiter)

Auf solide Finanzen achten!

David Nichterlein ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Familienvater. Er sagt: „Als Eltern achten wir auf unsere Ausgaben. Dabei gelten die Grundsätze der Sparsamkeit: keine unnötigen Ausgaben und vor allem keine kurzfristigen Kredite, die vermeintliches Glück durch Konsum bescheren sollen. Wir wollen finanziellen Handlungsspielraum bewahren, für Dinge, die wirklich wichtig sind, wie zum Beispiel der Musikunterricht für meine Kinder. Gleiches sollte auch für die Politik gelten: Wir brauchen solide Finanzen und kein dauerhaftes Haushalten auf ‚Pump‘, damit künftige Generationen Handlungsspielraum für Investitionen behalten – sei es für Bildung, Infrastruktur oder Integration.“

Dirk Luderer (Fleischermeister)

Investitionen sind wichtig!

Fleischermeister Dirk Luderer führt seinen Familienbetrieb mit sieben Angestellten in Falkenstein/Vogtland schon in der vierten Generation. Der 49-jährige Handwerker sagt: „Ich kann nur das Geld ausgeben, was ich habe. Dabei muss man auch an später denken. Neue Maschinen kosten durch erhöhte EU-Standards immer mehr Geld. Heute muss alles lebensmitteltauglich und aus Edelstahl sein. Trotzdem gilt der Grundsatz: Investitionen sind wichtig, wenn man auch in Zukunft wettbewerbsfähig sein will. Ich mache kein Leasing oder nehme dafür Kredite auf – wir sparen auf neue Maschinen! Das ist bei uns Familienphilosophie. Vielleicht gibt es uns deshalb auch noch heute.“

Nicole Blüher (Friseurmeisterin)

Junge Menschen fördern!

Vor zehn Jahren machte sich Friseurmeisterin Nicole Blüher selbstständig, 2012 eröffnete sie ihren Salon „gemütlich schöner werden“ in Dresden-Striesen. Die 28-Jährige sagt: „Als Selbstständige gebe ich nur das Geld aus, was da ist. Es gibt gute Monate und schlechte. Da mosert man nicht rum! Ich habe viel Geld und Zeit in den Meisterabschluss investiert – da lernt man nicht nur sein Handwerk, sondern überwiegend Management. Politik sollte dieses Engagement junger Menschen weiter fördern, z. B. mit dem Meister-Bafög. Das ist gut angelegtes Geld. Denn Selbstständige sind das Rückgrat unseres Landes! Wir zahlen Steuern, sorgen für Jobs und leisten viel Arbeit. Ich werde bald Mutter, sorge jetzt schon vor, dass mein Laden gut in der Elternzeit weiterläuft. Wichtigstes Ziel: Familie und Job unter einen Hut bringen.“

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