Sachsen kann zu Recht selbstbewusst sein!

CDU-Fraktionschef Frank Kupfer über weltoffenen Patriotismus

Fährt man durch Sachsen, sieht die Schönheit unseres Landes, die Erfolge der letzten 26 Jahre und redet mit den Menschen, ergibt sich ein klares Bild: Unser Freistaat ist etwas Besonderes!

Nicht umsonst steht Sachsen bei vielen bundesweiten Statistiken auf den vorderen Plätzen. Egal ob es die positive Wirtschaftsentwicklung ist, die niedrige Arbeitslosenquote, die höchste Geburtenrate oder unsere sehr gute Bildung. Zwischen Lausitz und Vogtland wird seit der Wiedervereinigung angepackt. Wir sind weltoffen und zugleich traditionsverbunden. Daraus ziehen wir unsere Stärke. Doch von außen sieht man uns anders. Da wird Sachsen zum „Schandfleck“ für Deutschland in der „Hamburger Morgenpost“ ernannt. Pauschal wird ein Urteil über vier Millionen Einwohner gesprochen. Im Berliner „Tagesspiegel“ schrieb ich deshalb: „Ich bin ein Sachse und ich bin stolz auf mein Land und darauf, was wir hier gemeinsam in den vergangenen 26 Jahren aufgebaut haben. Und das lasse ich mir von niemandem schlecht reden.“ Besonders heute braucht es mehr denn je unseren Patriotismus! Wir dürfen nicht nur stolz auf unser Land sein, wir müssen es auch demonstrativ nach außen zeigen. Wie soll man von Anderen Respekt erwarten, wenn man selbst an sich zweifelt?

Ein gelebter Patriotismus ist ebenso wichtig für die große Aufgabe der Integration. Er gibt Orientierung. Flüchtlingen, die bei uns bleiben dürfen, sagen wir deutlich, wie wir zusammenleben und was unsere Heimat ausmacht. Wir müssen unsere Form des demokratischen Miteinanders von ihnen klar einfordern. Es gibt keine Alternative! Wer bei uns leben will, muss sich an unser christlich westliches Weltbild anpassen. Bei uns haben Frauen Rechte, der Glaube ist Privatsache und das Gewaltmonopol liegt beim Staat.

Das von Flüchtlingen zu fordern, sind wir unseren Bürgern schuldig! Nur eine klare Politik ist nachvollziehbarund wird von den Menschen verstanden. Wir nehmen ihre Sorgen ernst. Mögliche Ängste vor Fremden sind nicht automatisch rassistisch, wie es Linke und Grüne gern oft suggerieren. Sie sind Ausdruck von Unsicherheit.

Am besten hilft in dieser Situation Selbstbewusstsein Begründet im berechtigten Vertrauen in einen starken und handlungsfähigen Staat, der seine Bürger schützt. Und begründet auf einen weltoffenen Patriotismus, der nicht ausgrenzt, sondern Sachsen verbindet. Heimatliebe wirkt so gegen Fremden- und Selbsthass. Auch für die künftigen Herausforderungen ist berechtigter Stolz eine Orientierung. Wenn wir zum Beispiel über ein neues Schulgesetz in Sachsen diskutieren, hilft es, mit einer großen Wertschätzung auf das Erreichte und die sehr gute Arbeit unserer Lehrer zu blicken.

Seit Jahren liegt der Freistaat an der Spitze der Bildungs-Statistiken in Deutschland. Würdigen wir das Erreichte, was Sachsen stark gemacht hat, anstatt es schlecht zu reden! Dann sehen wir auch die Bereiche kontrastreicher und deutlicher, wo wir uns noch verbessern können.

Foto: ©Istockphoto.com/Susan Chiang

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