Das Lehrerpaket - zukunftsfähige Schulen für Sachsen

Sachsens Regierung hat am 25. Oktober 2016 das Maßnahmenpaket „Zukunftsfähige Schule“ mit einem finanziellen Volumen von rund 213 Millionen Euro beschlossen. Wir machen damit den Lehrerberuf finanziell attraktiver – in allen Schularten!

Es verfolgt drei wichtige Ziele:

1.    Für das sächsische Schulsystem sollen Lehrer gewonnen und langfristig gebunden werden.

2.    Die Leistungen der tagtäglich für eine gute Schule unterrichtenden Lehrer werden anerkannt.

3.    Wir unterstützen die Lehrkräfte an unseren sächsischen Schulen durch entlastende Maßnahmen sowie verbesserte schulorganisatorische Rahmenbedingungen.

So gewinnen wir mehr junge Lehrer

Sächsische Abiturienten erhalten leichter einen Platz im Lehramtsstudium. Ein Freiwilliges Soziales Jahr Pädagogik vorher zahlt sich künftig bei der Hochschulzulassung aus. Referendare können 390 Euro pro Monat mehr verdienen, wenn sie danach mindestens vier Jahre in Sachsen arbeiten.

So werben wir um Lehrer im ländlichen Raum

Landluft lohnt sich! Bis zu 595 Euro pro Monat mehr werden als Zulage gezahlt. Ein Beispiel: Bislang bekamen Junglehrer an Oberschulen in Stadt und Land rund 3 054 Euro brutto Einstiegsgehalt. Künftig werden sie höher eingruppiert und bekommen inklusive Landlehrerzulage rund 4 112 Euro brutto. Ein Plus von rund 1 060 Euro pro Monat.

… aber auch die Stadt kann sich lohnen

Wer Mangelfächer unterrichtet, kann die Landlehrerzulage künftig auch in der Stadt verdienen. Dann bekommt er bis zu 595 Euro pro Monat mehr.

So halten wir ältere Lehrer mit Erfahrung

Mit 58 Jahren wird das Regelstundenmaß um eine, mit 60 um eine weitere und mit 61 um insgesamt drei Wochenstunden reduziert – eine Wochenstunde mehr als bisher. Damit schaffen wir Entlastung für ältere Lehrkräfte. Und wer ab dem 63. Lebensjahr weiter unterrichtet, kann einen Zuschlag von bis zu 780 Euro pro Monat mehr bekommen.

Mehr Geld für Lehrer an Oberschulen

Von Beginn an und nicht erst nach vier Jahren gibt es hier die Entgeltgruppe 13 statt 11. Das macht 460 Euro pro Monat mehr. Davon profitieren auch Lehrkräfte ohne vollständige Ausbildung (sogenannte Ein-Fach-Lehrer) und Seiteneinsteiger. Deren Gehalt steigt um bis zu zwei Entgeltgruppen. Nicht zuletzt erhöht sich damit auch die Vergütung der Lehramtsanwärter.

Weniger Arbeit bei gleichem Geld für Grundschullehrer

Das Regelstundenmaß wird von 28 auf 27 Wochenstunden ab dem Schuljahr 2017/2018 abgesenkt. Das sind circa 4 Stunden pro Monat plus die Vorbereitungs- und Nachbereitungszeit und entspricht einem indirekten Gehaltsplus von bis zu vier Prozent! Wer trotzdem weiter arbeitet wie bisher, bekommt entsprechend mehr Geld.

Und Leistung lohnt sich noch mehr!

Fachberater an Oberschulen und Förderschulen werden in die Entgeltgruppe 14 gehoben, Fachberater an Grundschulen in die Entgeltgruppe 13. Überstunden werden nicht wie bisher ab der vierten, sondern schon ab der ersten Stunde voll bezahlt.

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