Wir lassen die Schulen im Dorf!

Die bereits im Gesetzentwurf der Staatsregierung vorgesehenen Regelungen für Schulstandorte wurden weiter differenziert, um für diese noch mehr Sicherheit im ländlichen Raum zu gewährleisten. Wir gehen nun über die Festlegungen hinaus, die im derzeit gültigen Schulschließungsmoratorium für Grund- und Oberschulen getroffen wurden.

Grundschulen außerhalb der Mittel- und Oberzentren bleiben bei geringeren Schülerzahlen auch dann erhalten, wenn sie eine Gesamtschülerzahl von 60 Schülern haben oder sich bereit erklären, jahrgangsübergreifend zu unterrichten.

Oberschulen in Mittelzentren sollen zukünftig ebenfalls einen Bestandsschutz erhalten und Ausnahmeregelungen für Mindestschülerzahlen in Anspruch nehmen dürfen. Damit können beispielsweise auch Oberschulen in Städten wie Niesky, Kamenz, Dippoldiswalde, Döbeln, Torgau, Annaberg-Buchholz oder Oelsnitz/V. einzügig geführt werden.

Als Mindestschülerzahl für einzügige Oberschulen gelten 20 Schüler, statt der im Regierungsentwurf vorgesehenen 25 Schüler.

Neu eingeführt wird eine Ausnahmeregelung für Gymnasien im ländlichen Raum außerhalb der Mittel- und Oberzentren. Sie sollen die Möglichkeit erhalten, für ein Schuljahr die Mindestschülerzahl (und die entsprechende Dreizügigkeit) zu unterschreiten. Damit können Schwankungen der Schülerzahl pro Jahrgang aufgefangen werden.

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