Geert Mackenroth MdL
Mackenroth: Hochschulstandort nicht schlecht reden
Geert Mackenroth, Hochschulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion hat davor gewarnt, den Studienstandort Sachsen schlecht zu reden. „Zwar sind die Studentenproteste in der Kritik an der Umsetzung des Bologna-Prozesses berechtigt. Aber es darf nicht der Eindruck entstehen, Sachsen biete schlechte Studienbedingungen. Das Gegenteil ist der Fall. Sachsen bietet mehr als andere“, erklärte Mackenroth in einer Landtagsdebatte zum Hochschulstandort Sachsen. Mackenroth verwies dabei unter anderem auf die Gebührenfreiheit, die universitäre Ausstattung und den hohen Praxisbezug der Studiengänge. Mit Blick auf die Hochschulfinanzen erklärte Mackenroth: „Wir stehen zu dem Ziel, insgesamt zehn Prozent des sächsischen Bruttoinlandsproduktes für Bildung, Wissenschaft und Forschung auszugeben.“
Gleichzeitig machte der CDU-Hochschulexperte klar, dass der Bologna-Prozess an den Hochschulen optimiert werden muss. „Eine Vielzahl der Studienfächer ist überfrachtet. Auch die Anerkennung von Studienleistungen zwischen den Hochschulen muss dringend verbessert werden. Die internationale Studierbarkeit der einzelnen Studiengänge ist entgegen der Planung nicht ausgereift“, sagte Mackenroth. Das eigentliche Ziel des Bologna-Prozess, einen europäischen Hochschulraum zu schaffen, sei noch lange nicht umgesetzt.
Dresden, 9. Dezember 2009
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