Schlaues Sachsen

Deutschlands bestes Bildungssystem

Zum neunten Mal in Folge belegt Sachsen den ersten Platz im Vergleich der Bildungssysteme der deutschen Bundesländer. Dass wir weiter an der Spitze bleiben, ist Ziel unserer Bildungspolitik.

Das sächsische Bildungssystem ist spitze. Das bestätigte zuletzt der Bildungsmonitor im Jahr 2014, der anhand von zwölf Handlungsfeldern und 93 Indikatoren die Bildungssysteme der Bundesländer miteinander vergleicht.

Besonders stark ist das sächsische Bildungssystem hinsichtlich der Förderinfrastruktur, der Schulqualität und in der Verhinderung von Bildungsarmut.

Aktuell kann der Freistaat die höchste Quote der ganztags betreuten Schüler aufweisen. Die guten Förderbedingungen zur Verbesserung der sozialen Teilhabe unterstützt das Ziel, Bildungsarmut zu vermeiden. Bei dem erhobenen Lernstand der Schüler wurde in Sachsen die niedrigste Risikogruppe aller Bundesländer erreicht. In Sachsen entscheidet damit die soziale Herkunft der Schüler am wenigsten über den Bildungserfolg.

Dieser Erfolg unserer Bildungspolitik der letzten zwei Jahrzehnte gibt uns jedoch keinen Anlass, uns darauf auszuruhen. Wir wollen diese Erfolgsgeschichte weiter fortzuführen.

Weiter in kluge Köpfe investieren

Mehr als 5 Milliarden Euro jährlich bringt der Freistaat für Bildung und Forschung auf. Vor allem in Kindertagesstätten, moderne Schulgebäude und Ganztagsangebote wollen wir weiter investieren.

Bildung ist ein hohes Gut. Und diese lässt sich der Freistaat viel kosten. Vom Kindergarten über die Schule bis hin zu Berufsschulen und zum Studium: Mehr als fünf Milliarden Euro investiert der Freistaat jedes Jahr in Sachsens kluge Köpfe. Dies entspricht immerhin einem Drittel des Gesamtetats.

Sachsen unterstützt die Kommunen bei Ausbau und Betrieb der Kindertagesstätten

Insgesamt 29 Millionen Euro hat der Freistaat in den Jahren 2013 und 2014 für den Bereich der frühkindlichen Bildung zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus unterstützt er auch die Einrichtung von Betriebskindergärten. Unsere Jüngsten sind uns wichtig: Mit der Erhöhung der Landespauschale auf 2060 Euro pro Kind entlasten wir die Kommunen und schaffen Spielraum für personelle Verbesserungen. In der kommenden Legislaturperiode prüfen wir weitere Maßnahmen wie wir die Kommunen dabei unterstützen können, die Betreuungssituation weiter zu verbessern.

Ganztagsangebote auf hohem Niveau halten

96,7 Prozent der allgemeinbildenden Schulen in Sachsen bieten ihren Schülern Ganztagsangebote an. Etwa 70 Prozent der Schüler nutzen die Angebote am Nachmittag. Damit ist Sachsen im Vergleich der deutschen Bundesländer an der Spitze. Im laufenden Haushalt standen jährlich mehr als 22 Millionen Euro zur Verfügung. Diesen Betrag wollen wir auch im kommenden Doppelhaushalt konstant halten.

Nachhaltige Investitionen in gute Lerninfrastruktur

Der Freistaat hat seit Beginn der Schulhausbauförderung im Jahr 1990 rund 2,5 Milliarden Euro in die schulische Infrastruktur investiert. Im Jahr 2013 stand für das Fachförderprogramm der schulischen Infrastruktur ein Neubewilligungsvolumen von rund 110 Millionen Euro zur Verfügung und für 2014 rund 130 Millionen. Darüber hinaus sind für die Jahre 2015 und 2016 allein im neu eingerichteten Zukunftssicherungsfonds insgesamt 100 Millionen Euro für den Schulhausbau vorgesehen.

Solide Finanzierung von Sachsens Schulen in freier Trägerschaft

Freie Schulen sind uns wichtig. Auf der Grundlage einer Vereinbarung zwischen dem Kultusministerium und Interessenvertretern der freien Schulen erhalten diese in den Jahren 2014 und 2015 35 Millionen Euro. Damit entlasten wir die Schulen bis zum Inkrafttreten eines neuen Gesetzes zum 1. August 2015 deutlich.

Gute Lehrer für Sachsen

8.000 neue Lehrer werden bis zum Jahr 2020 in Sachsen eingestellt. Damit halten wir das Lehrer-Schüler-Verhältnis bei steigenden Schülerzahlen.

Wir stehen vor der Aufgabe, den enormen Generationenwechsel in den sächsischen Lehrerzimmern zu vollziehen. Durch Neueinstellungen und eine vorausschauende Personalplanung wird weiterhin ein guter Unterricht garantiert.

Sachsen hat die Unterrichtsversorgung im Griff

Um den Unterricht zu sichern und den wieder steigenden Schülerzahlen gereicht zu werden, stellt der Freistaat auch mehr Lehrer ein. Bis zum Jahr 2020 werden mehr als 8.000 Stellen mit neuen Lehrern in Sachsen besetzt, um den Altersabgang und einen geordneten Ausstieg älterer Kollegen aus dem aktiven Schuldienst sicher zu stellen. So werden allein in diesem Jahr rund 1.100 Lehrer neu eingestellt: 540 Stellen wurden durch Ruhestand zum Ende des Schuljahres 2013/2014 frei. Neben den bereits im Februar diesen Jahres erfolgten 150 Neueinstellungen werden nun zum Schuljahresbeginn weitere 775 Stellen wieder bzw. neu besetzt. Darüber hinaus sichern wir durch zusätzliche Honorarmittel entstehenden Unterrichtsausfall zusätzlich ab.

Gut ausgebildeter Lehrernachwuchs

Mit dem der Ausweitung der Lehramtsausbildung hat der Freistaat die Voraussetzungen geschaffen, um den benötigten Lehrernachwuchs auszubilden.

Im Rahmen von Sonderzielvereinbarungen mit den Hochschulen und der «Informationsoffensive Lehrer werden in Sachsen» sorgen wir künftig für ausreichend Nachwuchs. Öffentliche wie freie Schulen in Sachsen werden davon profitieren.

Leistungen unserer Lehrer anerkennen

Wir haben Wort gehalten: Alle Grundschullehrer, die über einen Abschluss als Unterstufenlehrer mit abgeschlossener pädagogischer Fachschulausbildung verfügen, wurden zum 1. August 2013 höhergruppiert.

Oberschul- und Förderschullehrkräfte werden ab 1. August 2014 stufenweise höhergruppiert. Damit erkennen wir die Leistung der seit Jahren im Beruf stehenden Kollegen besser als bisher an.

Freie Schulen sind eine Bereicherung

Mit alternativen pädagogischen Konzepten ergänzen Schulen in freier Trägerschaft das sächsische Schulsystem. Weiterhin werden wir ihre Interessen vertreten und sie dabei finanziell unterstützen.

Schulen in freier Trägerschaft sind eine Bereicherung für unsere Bildungslandschaft an. So sieht es auch die Sächsische Verfassung vor. Wenn Eltern und Kinder eine spezielle schulische Ausbildung für ihre Kinder wünschen, dann können Schulen in freier Trägerschaft mit ihren Angeboten diesem gerecht werden. Freie Schulen bieten interessante pädagogische Konzepte, die mitunter auch im öffentlichen Schulsystem aufgegriffen werden. Insofern leisten sie indirekt einen wichtigen Beitrag zur schulischen Qualitätsentwicklung.

Seit Beginn der 1990er Jahre verstehen wir uns als Interessensvertreter der freien Schulen und haben deren Einrichtung und Förderung unterstützt. Dies wird auch in Zukunft ein Element unserer Schulpolitik sein. So erhalten die freien Schulen im derzeitigen Doppelhaushaltes 2013/2014 mehr als 450 Millionen Euro an staatlichen Zuschüssen aus dem Landeshaushalt.

In Zukunft werden wir die Finanzierung und die Rahmenbedingungen für die Gründung und den Betrieb von freien Schulen transparent und im Sinne einer erfolgreichen pädagogischen Arbeit fortentwickeln.