Familienland Sachsen

Sachsen braucht starke Familien

Familie sind der Ort, an dem Kinder und Eltern dauerhaft füreinander Verantwortung übernehmen. Wir machen uns stark für die über 516.000 Familien mit Kindern im Freistaat.

Die Bedingungen für Familien mit Kindern sind im Freistaat sehr gut. Nicht ohne Grund hat es Sachsen an die Spitze der Geburtenraten in der Bundesrepublik gebracht: Mit 1,48 Geburten pro Frau liegt der Freistaat klar über dem Bundesdurchschnitt von 1,36 Kindern.

Wir wollen Sachsens Familien auch in Zukunft unterstützen. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass Familien in der Gesellschaft willkommen und anerkannt sind.

Erziehung unterstützen, nicht vorschreiben

Eltern sollten selbst am besten wissen, was gut für ihre Kinder ist. Wo Eltern Hilfe suchen und Unterstützung benötigen, sorgen wir für die passenden Angebote.

Was ist gut für Familien? Diese Frage lässt sich nicht allgemeingültig beantworten, sondern ist an die Möglichkeiten der individuellen Lebensplanung und der Organisation des Alltages gebunden.

In einem freien Land haben die Eltern selbst das Recht zu entscheiden, wie sie ihre Kinder aufziehen. Nur in Ausnahmefällen, nämlich dann wenn das Wohl und die Freiheit des Kindes bedroht sind, muss der Staat eingreifen.

Wir stehen zu der Verantwortung der Eltern für die Erziehung ihrer Kinder. Denn diese lässt sich nicht abgeben – und die Eltern wollen sie auch nicht abgeben. Wir wollen Eltern durch unsere verlässliche Familienpolitik eine helfende Hand reichen, wenn sie diese benötigen. In den vergangenen Jahren haben wir deshalb eine Vielzahl von Maßnahmen auf den Weg gebracht, die Familien unterstützen und stärken sollen:

Wahlfreiheit bei der Kindererziehung

Der Staat hat nicht vorzuschreiben, wie und wo Eltern ihre Kinder erziehen. Deshalb bieten wir in Sachsen den Eltern Wahlmöglichkeiten: Neben dem Rechtsanspruch auf eine Kindertagesbetreuung ab dem ersten Lebensjahr, besteht für alle jene, die sich entscheiden, ihr Kind in den ersten drei Lebensjahren zu Hause zu erziehen, das einkommensunabhängige Betreuungsgeld. Dieses beträgt ab August 2014 monatlich 150 Euro. Zusätzlich gibt es in Sachsen das Landeserziehungsgeld, das maximal 150 Euro beim ersten, 200 Euro beim zweiten und 300 Euro beim dritten Kindern Eltern zusteht, die ihre Kinder nach der Elternzeit zunächst zu Hause erziehen wollen.

Kinderwunschbehandlung

Doch schon vor der Geburt hilft Sachsen bei der Familiengründung. Seit 2009 fördert der Freistaat als erstes Bundesland die kostenintensiven Kinderwunschbehandlungen. Dafür wurden in den beiden vergangenen Jahren jeweils 700.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Förderung von Familienurlauben

Der gemeinsame Urlaub kann einen wichtigen Beitrag zur Erholung der ganzen Familie leisten. Einkommensschwache Familien unterstützt der Freistaat mit Angeboten zur Familienerholung und -bildung durch jährliche Zuschüsse in Höhe von 300.000 Euro. 

Der Landesfamilienpass

Zahlreiche Vergünstigungen wie freien Eintritt in staatliche Einrichtungen wie Museen und Schlösser verschafft der Familienpass des Freistaates Sachsen. Er steht Familien ab dem dritten Kind, Alleinerziehenden mit zwei Kindern sowie Eltern schwerbehinderten Kindern zu.

Mehr Informationen zu den Leistungen für Familien und entsprechenden Anträgen finden Sie unter familie.sachsen.de.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Arbeit und Familie dürfen einander nicht ausschließen. Denn Eltern brauchen Zeit für ihre Kinder. Wir setzen uns deshalb für gute Betreuungsangebote und flexible Arbeitszeitmodelle ein.

Der Ausbau von Kindertagesstätten ist in Sachsen gut vorangekommen. Bund und Freistaat haben die Kommunen bei Investitionen in Kinderbetreuungsplätze seit 2008 mit über 200 Millionen Euro unterstützt. Gefördert wird aber noch mehr, etwa die Qualifizierung des Fachpersonals in der frühkindlichen Bildung.

Um die Rückkehr in den Beruf nach der Familienphase zu erleichtern, sind uns gezielte Qualifizierungsmaßnahmen während und nach der Elternzeit wichtig. Außerdem haben wir Vorsorge getroffen, dass junge Eltern auch in Teilzeit eine anerkannte betriebliche Ausbildung absolvieren können. Ebenso unterstützen wir Modellprojekte zur Vereinbarkeit von Führungspositionen und Elternschaft.
Dabei richten wir einen besonderen Augenmerk unserer Familienpolitik wir auf die Situation von alleinerziehenden Müttern und Vätern.