Gesundes Sachsen

Gezielte Maßnahmen gegen den Ärztemangel

Mit verschiedenen Maßnahmen begegnen wir dem Ärztemangel im Freistaat. Dazu gehören etwa die Erhöhung der Zahl der Medizinstudierenden und Stipendien für angehende Landärzte.

Damit die medizinische Versorgung auch in Zukunft überall sichergestellt ist, wurde im Jahr 2012 ein «Maßnahmenkatalog für eine bedarfsgerechte hausärztliche Versorgung in ländlichen Gebieten im Freistaat Sachsen» verabschiedet. Dieser umfasst 20 Punkte und soll dem prognostizierten Ärztemangel, vor allem abseits der Städte Sachsens, entgegenwirken. Zu den Maßnahmen, mit denen die Zahl der Ärzte erhöht werden sollen, gehören:

Die Erhöhung der Studienplätze im Bereich der Humanmedizin

Über den Zeitraum von drei Jahren werden 60 zusätzliche Studienplätze für das Fach Humanmedizin an den sächsischen Hochschulen bereitgestellt. Die Studenten erklären sich bereit, nach ihrer Facharztausbildung hausärztlich in ländlich unterversorgten Gebieten tätig zu werden.

Stipendien für angehende Landärzte

Medizinstudenten erhalten 1.000 Euro im Monat, wenn sie sich dazu verpflichten, nach ihrer Facharztausbildung für sechs Jahre eine Praxis im ländlichen Raum zu übernehmen. Während des Studiums lernt der geförderte Student zudem die Tätigkeit eines niedergelassenen Arztes kennen, indem er 24 Tage im Jahr den Praxisbetrieb begleitet.

Verbesserte Anerkennung ausländischer Abschlüsse

Die Erteilung der Approbation an ausländische Ärzte ist bereits möglich. Die Qualität der ärztlichen Ausbildung muss dabei den hohen deutschen Standards entsprechen. Mit dem Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen wird seit dem Jahr 2012 zudem die Erteilung der Approbation an Nicht-EU-Ärzte erleichtert.

Finanzielle Förderung von Weiterbildung

Der Freistaat unterstützt Weiterbildungen in den Bereichen der Psychiatrie und Psychotherapie sowie für das öffentliche Gesundheitswesen.
Mehr Informationen zu den Möglichkeiten einer medizinischen Ausbildung in Sachsen finden Sie auf der Webseite des Netzwerkes der Sächsischen Landesärztekammer «Ärzte für Sachsen».

Krankenhäuser als Garant guter Versorgung

Sachsen verfügt über eine exzellente Struktur an modernisierten und leistungsfähigen Krankenhäusern in der gesamten Fläche. Durch Investitionen wird auch in Zukunft ihre Qualität weiter verbessert.

Krankenhäuser sind als Orte der Behandlung, der Pflege und der Forschung eine tragende Säule der medizinischen Versorgung des Freistaates. Seit 1991 fand ein gewaltiger Prozess der Neuorganisation statt: Rund fünf Milliarden Euro flossen seitdem in die Modernisierung der sächsischen Krankenhäuser.

Derzeit existieren in Sachsen 80 Krankenhäuser mit fast 48.000 Beschäftigten. Jährlich werden rund eine Million Patienten stationär und rund doppelt so viele ambulant behandelt. Damit die Qualität der stationären Versorgung auch künftig sichergestellt wird, werden unabhängig vom kommenden Landeshaushalt in einem Zukunftssicherungsfonds bereits 20 Millionen Euro für weitere Krankenhausinvestitionen ab dem Jahr 2015 bereitgestellt.

Gut versorgt auf dem Land

Damit für Menschen im ländlichen Raum keine Nachteile bestehen: Mit technischen Innovationen und neuen Anreizen wird auch dort die medizinische Versorgung weiter gewährleistet sein.

Die ärztliche Versorgung auf dem Land verändert sich durch den demografischen Wandel: Herausforderungen wie eine älter werdende Gesellschaft, ein Wegzug in Städte und Ballungsgebiete sowie der Mangel an Ärzten müssen gemeistert werden.

Die Staatsregierung wie auch die Kassenärztliche Vereinigung in Sachsen bieten finanzielle Möglichkeiten an, um Mediziner bei ihrer Niederlassung in von der Unterversorgung betroffene Regionen zu unterstützen. Daneben eröffnen technische Innovationen wie die Telemedizin und die Schlaganfallnetzwerke neue Möglichkeiten bei der Krankenversorgung. Eine hochwertige Behandlung kann so auch außerhalb von Universitätskliniken geleistet werden.

Altwerden – aktiv und fit

Gesundheit ist das höchste Gut, besonders im Alter. Angebote zur Verbesserung der Gesundheit sowie der medizinische Versorgung sollen dies noch mehr unterstützen.

Gesundheit ist die wichtigste Voraussetzung für das eigene Lebensglück. Deshalb muss sie bewahrt und gefördert werden. Ziel muss es deshalb sein, einen guten Gesundheitszustand so lange wie möglich zu erhalten. Dies wollen wir mit einer nachhaltigen Gesundheitspolitik unterstützen.

So wollen wir die Kampagne Gesundheitsziel «Aktives Altern» weiter voranbringen und weitere Akteure, wie Volkshochschulen, Sportvereine und Anbieter auf dem Wohnungsmarkt, aktiv einbinden.

Darüber hinaus benötigt eine alternde Gesellschaft auch eine medizinische Versorgung, die sich adäquat den Herausforderungen und Bedürfnissen der Menschen annimmt. Deshalb müssen die gerontologischen Netzwerke und insgesamt die gerontologische ärztliche Versorgung weiter ausgebaut werden.