Energie für Sachsen

Sachsens Braunkohle für Energiewende wichtig

Um Sachsens Energiebedarf zu decken und kostengünstig zu halten, bedarf es noch der Braunkohle. Sie dient als Brückentechnologie – so lange bis effizientere Wege der Energiegewinnung etabliert sind.

Als eines der wenigen Bundesländer in Deutschland ist Sachsen dank seiner Braunkohlevorkommen Energieexporteur und sichert dadurch die Stromversorgung in Deutschland.

Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien und der Ausstieg aus der Atomkraft stellen Deutschland und auch Sachsen vor neue Herausforderungen. Der Braunkohleverstromung kommt dabei die Rolle einer Brückentechnologie zu, damit wir auch in den kommenden Jahren über eine stabile und bezahlbare Energieversorgung verfügen. In den Regionen der Lausitz oder des Leipziger Landes sorgt die Förderung von Braunkohle zudem heute noch für Tausende von Arbeitsplätzen.

Um das andere Ende der Brücke zu erreichen setzen wir uns für die gezielte und verstärkte Förderung der Forschung ein, die zur Gewinnung neuer und zur besseren Nutzung vorhandener Energiequellen beitragen kann.

Der Ausbau erneuerbarer Energien in Sachsen kommt auf der Grundlage des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) des Bundes und durch die gezielte Umsetzung des sächsischen Landesentwicklungsplanes gut voran. Der weitere Ausbau muss aber bedarfsgerecht und sensibel – besonders bei Windkraft und Photovoltaik – vonstatten gehen.

Die Absenkung der sächsischen Ausbauziele als Anpassung an die realen Gegebenheiten sehen wir für richtig an. Schließlich soll sich der Ausbau vor allen an den Gesichtspunkten des regionalen Energiebedarfs und der Akzeptanz der sächsischen Bevölkerung orientieren.

Rohstoffe gewinnen und strategisch nutzen

Sachsen verfügt über seltene Rohstoffvorkommen. Gleichzeitig sind wir führend bei der Rückgewinnung beim Rohstoff-Recycling. Mit einer Rohstoffstrategie wollen wir diese Schätze noch besser nutzen.

Für unser modernes Leben benötigen wir eine Vielzahl verschiedener Rohstoffe wie Erze und Gase. Die globale Nachfrage steigt danach immer mehr.

Sachsen kommt diese Entwicklung zugegen, da der Freistaat über viele Rohstoffe verfügt – selbst nach Jahrhunderten des Bergbaus. Gleichzeitig ist Sachsen eine der führenden Wirtschaftsregionen, in der Rohstoffe durch Recycling zurückgewonnen werden. Wir treten dafür ein, dass die vorhandenen Kompetenzen der Wissenschaft und der Unternehmen noch stärker genutzt werden müssen.

Mit der von der Staatsregierung beschlossenen «Rohstoffstrategie für Sachsen» haben wir bereits einen Handlungsplan bei der Hand, um die Entwicklung des Rohstofflandes Sachsen zu fördern. Folgende Punkte der Strategie sehen wir bei der Umsetzung als wichtig an:

  • den Ausbau der sächsischen Mittel für eine stärkere Rohstoffforschung,
  • die gezielte internationale Vermarktung der sächsischen Rohstoffwirtschaft und -wissenschaft im Rahmen der Außenwirtschaftsinitiative des Freistaates,
  • gezielte Aktivitäten der sächsischen Technologiepolitik zur Bearbeitung des Zukunftsfeldes Rohstoffe,
  • der Abschluss bilateraler Vereinbarungen mit wichtigen Rohstoffländern zur Zusammenarbeit im Rohstoffbereich sowie
  • die Stärkung des sächsischen Rohstoffclusters.

Tradition und Zukunft: Sachsens Bergbau

Die Bergbaugeschichte im Freistaat ist noch lange nicht zu Ende. Stoffe wie Indium, Zinn oder Wolfram sind international begehrt. Für uns ist der Bergbau deshalb ein Zukunftsfeld.

Sachsen gehört zu den weltweit am besten geologisch erkundeten Regionen mit beachtlichen Rohstoffpotenzialen bei Erzen und Industriemineralen. Nach Erzen wie Indium, Wolfram, Zinn, Lithium und Silber besteht auf dem globalen Markt eine große Nachfrage, weshalb sich deren Abbau lohnt.

Der moderne Bergbau zeichnet sich durch einen gezielten Eingriff aus, der kaum Kollateralschäden an der Umwelt erzeugt.