Tourismusland Sachsen

Sachsen will und braucht Tourismus

Seit 1992 haben sich die Gästezahlen mehr als verdreifacht. 7,4 Milliarden Euro brachten dem Freistaat die Touristen 2013 ein. Davon profitieren rund 217.000 Arbeitgeber und Angestellte.

Sachsen wird als Urlaubsland immer beliebter: Über sieben Milliarden Euro Umsatz wirft der Tourismus jedes Jahr für die sächsische Wirtschaft ab. Damit gehört der Fremdenverkehr zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen im Freistaat.

Diese Entwicklung kommt nicht von ungefähr: Wir haben uns von Anfang an für die Unterstützung des touristischen Marketings durch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen, die Regionen sowie des Landestourismusverbandes eingesetzt. Sieben Millionen Euro stehen dafür jährlich im Landeshaushalt zur Verfügung – ein Spitzenwert im Vergleich mit anderen Bundesländern.

Damit gehört die Förderung des Tourismus in Sachsen zu den Grundfesten unserer Wirtschaftspolitik. Denn der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Freistaat, der seit Jahren steigende Gewinne verzeichnet: So hat allein im Jahr 2013 die sächsische Wirtschaft dank Übernachtungen und Tagesreisen über sieben Milliarden Euro Umsatz eingenommen.

Tourismus deckt unendlich viele Sparten an Wirtschaftszweige und Unternehmensgrößen ab: Familienpensionen und Kunsthandwerksbetriebe im Erzgebirge profitieren von den Besuchern ebenso wie Restaurants und große Hotelketten. Dadurch kommt dem Fremdenverkehr eine gesellschaftlich relevante und verbindende Bedeutung zu.

Eine Verbindung schafft der Tourismus auch, indem Menschen aus aller Welt, verschiedenen Kulturkreisen, Altersstufen und Sprachfamilien den Freistaat, seine Geschichte, Kultur und vor allem seine Menschen kennenlernen: Ein angenehmer Besuch in Sachsen ist gleichzeitig eine erfolgreiche Image-Kampagne für den Freistaat.

Durch seine reiche Geschichte, der wunderschönen und abwechslungsreichen Landschaft und seine vielfältigen Kulturangebote hat Sachsen alle Voraussetzungen, um auch in Zukunft ein begehrtes Urlaubsziel zu sein.

Dazu muss der Freistaat den betroffenen Wirtschaftszweigen auch bei künftigen Herausforderungen zur Seite stehen und Wachstumsimpulse geben. Angesichts der von Einsparungen geprägten Zukunft auf kommunaler Ebene widmen wir dem Fremdenverkehr in Sachsen unsere besondere Aufmerksamkeit.

Reiseziel Sachsen noch bekannter machen

Sachsen bietet für jeden Geschmack etwas, nur weiß es noch nicht jeder: Um Sachsen als attraktives Reiseziel mehr hervorheben müssen die Werbekampagnen noch besser auf Zielgruppen zugeschnitten sein.

Das Images des Freistaates weiter zu verbessern, ist im Interesse aller sächsischer Regionen. Dadurch lässt sich Sachsen noch bekannter und als Reiseziel noch erstrebenswerter erscheinen. Wir wollen, dass noch mehr Menschen aus Deutschland und dem Ausland Sachsen als lohnenswertes Reiseziel kennen lernen.

Deshalb setzen wir uns dafür ein, das Tourismusmarketing gezielt und auch über die bisherigen Strukturen hinaus weiterentwickeln und für alle touristischen Regionen zwischen dem Vogtland und der Lausitz zu nutzen.

Hierzu bedarf es aus unserer Sicht besonders:

  • die Stärkung der Gemeinschaftsinitiativen im touristischen Marketing,
  • mehr Untersuchungen hinsichtlich der unterschiedlichen Interessen der Zielgruppen,
  • nationale und international ausgerichtete Werbekampagnen sowie
  • die Unterstützung der Zielorte in ihren Anstrengungen um Gäste regionaler Märkte und die Belebung des Tagestourismus.

 

 

 

Die «Tourismusstrategie 2020» aktiv begleiten

Um die wachsende Tourismuswirtschaft weiter zu stärken, wurde von der Staatsregierung eine Tourismusstrategie entworfen. Wir unterstützen diese und wollen sie weiter an die Gegebenheiten anpassen.

Damit die Entwicklung der sächsischen Tourismuswirtschaft weiter vorangebracht wird und nicht stagniert, wurde 2011 von der Landesregierung in Zusammenarbeit mit beteiligten Akteuren die Tourismusstrategie 2020 erstellt. Damit wurde ein Kurs vorgegeben und wichtige Wachstumsimpulse für die nächsten Jahre gesetzt. Diese gilt es, nun konsequent umzusetzen.

Die langfristige Unterstützung des Tourismus durch den Freistaat Sachsen ist ein wichtiger Garant für die Weiterentwicklung der Branche und die Erhaltung von Arbeitsplätzen. Deshalb unterstützen wir diesen Kurs auch weiterhin. Um den Erfolg zu ermöglichen ist die begleitende Unterstützung der Zielorte bei ihrer Anpassung an die Gegebenheiten unabdinglich.

Folgende Schwerpunkte stehen im Fokus unserer Tourismuspolitik:

  • die Bessere Vernetzung zwischen dem Land, den Regionen und Orte sowie den Unternehmen,
  • der Ausbau der Kooperationen von kreisfreien Städten und dem Umland,
  • Verwaltungsabkommen mit den benachbarten Bundesländern, um grenzübergreifende Zusammenarbeit wie im Falle der Lausitz und dem Vogtland zu verbessern und zu vereinfachen,
  • die Unterstützung der grenznahen Zielorte im Auf- und Ausbau ihrer Kooperationen mit der Tschechischen Republik und der Republik Polen,
  • die Etablierung eines Wettbewerbes für innovative Tourismusprojekte,
  • die Unterstützung von Entwicklungsschwerpunkten in den Regionen sowie
  • der Blick auf den Naturschutz und die Nachhaltigkeit.
Ziele erreichen: Für bessere Infrastruktur

Ob Städtetrip oder Erholungsurlaub: Über 18 Millionen Übernachtungen in sprechen für eine positive Entwicklung. Um den Weg weiterzugehen, muss auch touristische Infrastruktur weiter verbessert werden.

Die sächsische Tourismuswirtschaft ist eine Gewinnerin der vergangenen zwei Jahrzehnten: Waren es im Jahr 1992 knapp sieben Millionen Übernachtungen in sächsischen Beherbergungseinrichtungen, sind es mittlerweile über 18 Millionen.

Damit diese Tendenz anhält, kommt es in den nächsten Jahren darauf an, die Leistungsfähigkeit der touristischen Infrastruktur weiter zu erhöhen und die Anbindung der Zielgebiete auszubauen. Dadurch werden neue Tourismusgebiete für die Reisenden besser erschlossen.

Wir sehen dabei folgende Maßnahmen als sinnvoll und umsetzbar an:

  • die Identifikation von lokalen und überörtlichen touristischen Entwicklungsschwerpunkten und Attraktionen,
  • die Verkehrsanbindungen über Luft, Straße und Schiene verbessern,
  • den öffentlichen Personennahverkehr weiter optimieren, um eine Ausdünnung der Zielgebiete zu vermeiden,
  • der Lückenschluss und die Qualifizierung touristischer Wege in Sachsen durch koordiniertes Vorgehen in Abstimmung der Ressorts, Regionen und Orte,
  • die Nachhaltige Bewirtschaftung und Entwicklung eines Systems der Koordinierung touristischer Wege sowie
  • der Ausbau der Initiative «Erlebbarkeit» entlang ausgewählter touristischer Wege.