Mobil in Sachsen

Straßeninfrastruktur: «Ausbau vor Neubau»

Sachsen ist aufgrund seiner geografischen Struktur, wirtschaftlichen und demografischen Entwicklung auf eine gut funktionierende Verkehrsinfrastruktur und verfügbare Mobilität angewiesen.

Das Auto- und Wirtschaftsland Sachsen ist abhängig von gutausgebauten Straßen. Darum wurde der Ausbau der Straßeninfrastruktur im Freistaat konsequent und gezielt vorangetrieben. Mit dem «Landesverkehrsplan Sachsen 2015» der Staatsregierung wurden die Schwerpunkte auf den Erhalt der Straßeninfrastruktur und deren gezielten Ausbau durch Erweiterungen und Ortumgehungen verlagert.

«Ausbau vor Neubau» lautet das Credo der notwendigen Erhaltungsmaßnahmen bei Bundes-, Staats- und kommunalen Straßen. Für den kommunalen Straßenbau setzen wir uns für eine langfristige und planbare Finanzierung im Rahmen des Zukunftssicherungsfonds ein. Nur so kann es den Kommunen gelingen, den Zustand ihrer Straßen zu verbessern.

Zukunftssicheres Schienennetz in Sachsen

Täglich werden auf Sachsens Schienenwegen Tausende Tonnen an Gütern und Hunderttausende Menschen transportiert. Gut ausgebaute Schienennetze sind die Lebensader des Personen- und Güterverkehrs.

Um die Mobilität von Personen und Gütern weiterhin auf hohem Niveau in Sachsen zu halten ist ein Ausbau des Schienennetzverkehrs unerlässlich. Deshalb haben leistungsfähige Schienenverbindungen im Freistaat Sachsen sowohl im Hinblick auf den Personen- als auch auf den Güterverkehr Priorität.

Insbesondere mit Blick auf die Entwicklung transeuropäischer Netze ist der Freistaat auf den Ausbau der Schieneninfrastruktur angewiesen, um den Güter- und Personenverkehr in Nord-Süd-Relation, aber auch in Richtung Osteuropa sicher stellen zu können. Der Ausbau der Strecke Dresden–Berlin, die Planung und Realisierung der Neubaustrecke Dresden–Prag und die Modernisierung der Sachsen–Franken–Magistrale sind Maßnahmen, die wir vordringlich verfolgen.

Daneben gilt es durch eine schnelle Verbindung von Chemnitz–Leipzig den Raum Südwestsachsen an den überregionalen Fernverkehr anzuschließen. Wir wollen damit der Leistungsfähigkeit der bevölkerungsreichsten Region Sachsens Rechnung tragen.

Mit leistungsfähigem Nahverkehr überall hin

Der öffentliche Nahverkehr eröffnet für viele Sachsen, vor allem für tägliche Pendler, neue Räume. Wir wollen den Personennahverkehr als Verbindung zwischen Stadt und Land weiter stärken und ausbauen.

Ein leistungsfähiger öffentlicher Personennahverkehr ist eine wichtige Voraussetzung für die Anbindung der ländlichen Räume an Ballungszentren und die sächsischen Metropolen. Besonders für die Bürger außerhalb der großen Städte ist es wichtig, gute und bezahlbare Angebote nutzen zu können.

Wir setzen uns dafür ein, die vorhandenen Finanzmittel gezielt in attraktive Angebote des ländlichen Raumes zu investieren. Neben den Regionalverbindungen auf der Schiene sollen auch alternative, teils kostengünstigere und flexiblere Busverbindungen zum Einsatz kommen. Deshalb müssen gerade die Verknüpfungsstellen zwischen Schiene und Straße in Zukunft weiter ausgebaut werden.

Mobilität von morgen im Blick

Für Mobilität braucht es nach dem Ende fossiler Brennstoffe alternative Lösungen. Wir unterstützen bereits heute Wissenschaft und Wirtschaft bei der Erforschung der Transportmöglichkeit von morgen.

Mobilität muss auch unter dem Blickwinkel steigender Energiekosten und der Endlichkeit fossiler Energieträger bedacht und fortentwickelt werden. Der Freistaat Sachsen ist inzwischen eine der deutschen Modellregionen für den Bereich der Elektromobilität. Das ist eine Anerkennung der Ingenieursleistungen der sächsischen Automobilbranche und des Engagements der in Sachsen ansässigen Automobilunternehmen.

Zugleich wird dadurch aber auch der hohe Anspruch des Freistaates deutlich, in diesem Bereich noch aktiver zu werden. Wir unterstützen die Erforschung alternativer Treibstoffen und Antriebsarten.

Damit geht auch der zu leistende Infrastrukturausbau bei der Umsetzung von Elektromobilität einher. Hier muss der Freistaat noch intensiver als bisher regionale Konzepte initiieren und unterstützen. Die sächsischen Ballungsräume Dresden, Leipzig und Chemnitz sind dabei vorrangig zu betrachten.

Automobilindustrie ist Motor der Wirtschaft

Der Freistaat ist ein Autoland: Jedes zehnte in Deutschland gefertigte Auto rollt aus sächsischen Werkhallen. Dabei erwirtschaftete Sachsens Automobilindustrie 13 Milliarden Euro im Jahr 2012.

Der Freistaat ist ein wichtiger Standort der deutschen Automobilindustrie. Die Branche ist heute das industrielle Rückgrat im Freistaat, erwirtschaftete mit rund 13 Milliarden Euro im Jahr 2012 etwa ein Viertel des sächsischen Industrieumsatzes – Tendenz steigend. 300.000 Autos liefen im Vorjahr hierzulande vom Band, nur 100.000 weniger als in ganz Italien. Damit rollt jedes zehnte in Deutschland gefertigte Auto aus sächsischen Werkhallen. Etwa die Hälfte davon geht in den Export.

Große Automarken setzen auf den Freistaat

Volkswagen, Porsche und BMW haben im Freistaat fünf topmoderne Werke, in denen die neuesten Modelle produziert werden. Ob der neue VW-Passat, der neue Porsche-Geländewagen Macan und bald der Panamera oder BMW mit dem ersten in Deutschland als Elektrofahrzeug konzipierten Auto BMWi3: Die großen Marken planen fest mit dem Standort Sachsen.

Mitarbeiter aus Sachsen sind in der Autobranche heiß begehrt

Die Konzerne loben die solide Ausbildung und Kompetenz der sächsischen Fachkräfte im Fahrzeug- und Motorenbau. So erhöht der Stuttgarter Autobauer Porsche, der um die Jahrtausendwende mit 100 Mitarbeitern in Sachsen gestartet ist, derzeit mit dem Ausbau des Leipziger Werks vom Montage- zum Vollwerk schrittweise seine Mitarbeiterzahlen: Vom Ende des vergangenen bis Mitte 2014 hat man die Zahl von 700 auf 1.500 Beschäftigte erhöht. Ende 2014 sollen dann 2.500 Mitarbeiter bei Porsche in Leipzig arbeiten.

In Sachsen sind aber nicht nur die großen Hersteller zu Hause. Gemeinsam mit Zulieferern und Dienstleistern sind derzeit mehr als 70.000 Sachsen in rund 750 Firmen für die Autoindustrie tätig.

Gute Rahmenbedingungen und Förderung durch Sachsen

Wichtige Faktoren für den Standort Sachsen sind aber auch die übrigen Rahmenbedingungen: die zentrale Lage in Europa, gute Verkehrsanbindung, enge Kooperation zwischen Industrie und Forschung sowie eine flexible und gesprächsbereite Verwaltung. Ohne die Automobilbranche würde es Sachsen heute nicht so gut gehen. Deswegen haben wir uns stets für deren Förderung stark gemacht: Seit 1990 hat die Branche vom Freistaat Zuschüsse und Investitionsmittel von über acht Milliarden Euro bekommen. Damit wurden zahlreiche Arbeitsplätze gesichert und über 28.000 neu geschaffen.