CDU-Energieexperte: "EEG-Novellierung ist Rückkehr zur Vernunft"

Beitrag vom 12.06.2016 - 10:00 in Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Am Mittwoch beschloss das Bundeskabinett die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Die Reform führt ein neues Vergütungsmodell ein, wonach Strom aus erneuerbaren Energien künftig nicht mehr nach politisch festgeschriebenen Abnahmepreisen veräußert wird, sondern sich die Vergütung nach dem günstigsten Angebot richtet.

Lars Rohwer, der energiepolitischer Sprecher der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages, sagt dazu: "Die Rückkehr zu marktwirtschaftlichen Regeln bei den erneuerbaren Energien ist ein Beitrag zur Vernunft. In den Jahren 2017, 2018 und 2019 werden jeweils 2.800 Megawatt pro Jahr ausgeschrieben. Damit reagiert die Bundesregierung auf den unverhältnismäßig starken Ausbau von Windenergieanlagen."

"Die EEG-Novellierung ist auch ein deutliches Signal, dass die Energiewende nicht im Galopp vollzogen werden kann, sondern das richtige Tempo ausschlaggebend für ihren Erfolg ist. Dies rechtfertigt auch den nach wie vor bedeutenden Stellenwert der Braunkohleverstromung als verlässliche Brückentechnologie", sagt der CDU-Energieexperte.

Das Gesetz garantiert auch, dass Windenergieanlagen nicht wie Pilze aus dem Boden schießen, sondern nur dort entstehen, wo es wirtschaftlich Sinn macht. Rohwer: "Es ist absoluter Unsinn, wenn in der Ostsee ein Windpark Strom produziert, das Kabel aber im Sand endet. Trotzdem müssen die Verbraucher den Betreibern dieses Windparks jährlich bis zu 900 Millionen Euro erstatten."

Aus seiner Erfahrung im eigenen Wahlkreis rät der Großenhainer CDU-Abgeordnete Sebastian Fischer, Bürgerinitiativen als sogenannte "sachverständige Bürger" bei Beratungen der regionalen Planungsverbände mit an den Tisch zu holen: "Nur so schaffen wir den Ausgleich zwischen dem steigenden Energiebedarf der Gesellschaft und dem Schutz der Natur sowie der Menschen im ländlichen Raum."