CDU-Finanzpolitiker: "Beamte sind keine Verschiebemasse!"

Beitrag vom 03.06.2016 - 14:57 in Haushalt und Finanzen

Heute sprach sich der Vorsitzende des Beamtenbundes, Gerhard Pöschmann, in der Sächsischen Zeitung für die Verbeamtung junger Lehrer im Freistaat aus. Dies sei nur eine Frage der Zeit.

Dazu erklärt der finanzpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Jens Michel: "Eine Verbeamtung von Lehrern würde vielleicht dem Beamtenbund mehr Mitglieder bescheren, eine automatische Lösung der anstehenden Herausforderung beim Lehrerbedarf ist sie nicht."

Der CDU-Finanzpolitiker mahnt, dass die Debatte über die mögliche Verbeamtung junger Lehrer unvoreingenommen und unter Berücksichtigung aller Faktoren geführt werden muss. "Eine einseitige Diskussion führt zu keiner Lösung. Die Verbeamtung kann nur eine Ultima Ratio sein, da sie für den Steuerzahler extrem teuer sein wird."

In den vergangenen Jahren wurden hunderte Millionen zusätzlich in den Bildungsbereich durch den Freistaat investiert. "Viele Maßnahmen werden in naher Zukunft Verbesserungen bringen. Einiges ist noch zu tun", so Michel. Laut Kultusministerium ist das Schuljahr 2016/2017 abgesichert.

Michel zu Verbeamtung: "Unterrichten ist keine hoheitliche Tätigkeit wie zum Beispiel von Polizisten wahrgenommen wird. Eine Verbeamtung hat somit offensichtlich nur einen finanziellen Hintergrund. Und wer denkt, verbeamtete Lehrer könne man je nach Bedarf von Schule zu Schule entsenden, irrt. Beamte sind keine Verschiebemasse!"

Der CDU-Finanzpolitiker sagt: "Ich verstehe den Beamtenbund nicht – die Forderung nach der Verbeamtung junger Lehrer würde zu Ungerechtigkeit in Bezug auf ältere Lehrer führen. Ein Job und zwei unterschiedliche Bezahlungen ist eigentlich  kein gewerkschaftlicher Ansatz."