CDU fordert Veränderungen beim EU-Bildungsprogramm Erasmus+

Beitrag vom 14.12.2017 - 16:09

Schulpartnerschaften, Schüleraustausche, Auslandspraktika und -semester besser nutzen

Auf Initiative der Koalition von CDU und SPD wird heute der Antrag „Erasmus+ für Sachsen verstärkt nutzen“ im Plenum behandelt.

Dazu sagt der europapolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Marko Schiemann: „Zur aktiven Förderung der europäischen Integration gehört, dass viele junge Menschen Erfahrungen im europäischen Ausland sammeln können. Das Europäische Bildungsprogramm Erasmus+ bietet dafür viele Möglichkeiten. Wir brauchen für seine bessere Nutzung eine deutliche Verwaltungsvereinfachung, einen nutzergerechten Programmzuschnitt und eine bessere Förderquote im Schulbereich. Wir fordern eine stärkere Förderung schulischer Kleinprojekte und grenzüberschreitender Schulpartnerschaften, die personelle Stärkung der Erasmus+ Koordinatoren im Freistaat Sachsen auch für die Berufsschulen und die Reduzierung der Eigenmittel für gesellschaftlich benachteiligte Gruppe. Europapolitische Bildung muss stärker in die Allgemeinbildung einfließen.“

Der CDU-Wissenschaftspolitiker Dr. Stephan Meyer ergänzt: „Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen stärken nicht nur den europäischen Gedanken, sie sind auch von wesentlicher Bedeutung für den Erwerb und die Erweiterung beruflicher Qualifikationen. Daher müssen wir dafür sorgen, dass das Programm im schulischen Bereich noch besser bekannt gemacht und genutzt wird, um Schüler früh mit der Vielfalt der Kulturen auf dem europäischen Kontinent vertraut zu machen.“

Für den Bereich der Hochschulen betont Meyer weiter: „Erasmus+ ist ein wichtiges Instrument, um die Internationalisierung als Teil der Hochschulentwicklung voranzubringen. Dabei ist die Erhöhung der Mobilität unter den Studenten ein wichtiges Ziel, wozu auch die Verbesserung von vorbereitenden Sprachkursen und die Einbindung von Auslandssemestern in die Curricula gehört.“