CDU-Verbraucherpolitiker Fischer: "Lebensmittel aus Sachsen noch bekannter machen"

Beitrag vom 11.06.2015 - 16:24 in Ländlicher Raum, Umwelt und Landwirtschaft Soziales und Verbraucherschutz, Gleichstellung und Integration

Der Sächsische Landtag hat heute einen gemeinsamen Antrag der Koalitionsfraktionen verabschiedet, der darauf abzielt, die Absatzförderung für Produkte der sächsischen Ernährungswirtschaft weiterzuentwickeln.

Dazu erklärt Sebastian Fischer, verbraucherpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion:

"Die sächsische Nahrungs- und Genussmittelwirtschaft leistet einen grundlegenden Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und ist ein bedeutsamer Teil des Wirtschaftsstandortes Sachsen. Gleichzeitig schätzen Verbraucher regionale Gründe aus unterschiedlichen Gründen: kurze Transportwege, der direkte Kontakt zum Erzeuger, die Frische der Produkte sowie der Geschmack sowie spezielle Rezepturen.

Wir wollen deshalb die Absatzmöglichkeiten für Klein- und Kleinstproduzenten, Unternehmen des Ernährungshandwerkes und Direktvermarkter auch zukünftig zu sichern. Gleichzeitig wollen wir aber auch stärker als bisher eine Sensibilisierung der sächsischen Konsumenten für die heimischen und saisonalen Produkte, die in jeder sächsischen Region verfügbar sind und in sehr guter Qualität angeboten und verarbeitet werden. Auch in der sächsischen Gastronomie und Hotellerie sollte die Position sächsischer Lebensmittelproduzenten gestärkt werden. Diese regionalen und saisonalen Produkte sind die geschmackliche Visitenkarte unseres Freistaates für unsere Gäste. In Zeiten eines stärker werdenden kulinarischen Tourismus, der bewusst auf saisonale und regionale Qualität setzt, ein wichtiger Marktvorteil.

Mit Blick auf die Qualitätssicherung geben die Aktivitäten des Freistaates Bayern eine gute Anregung. So sollte auch Sachsen die Erstellung eines regionalen Qualitätssiegels oder die Einrichtung einer eigenen Agentur analog zur ‚Agentur für Lebensmittel und Produkte aus Bayern‘ prüfen.

Mit Blick auf das Marketing müsse vor allem kommuniziert werden, dass der Freistaat ein Spezialitäten- und Genussland, das es neu zu entdecken gilt und selbstbewusst aufgezeigt, dass sächsische Lebensmittel schmecken. Hier sollen die eingesetzten  Landesmittel sowohl im Gemeinschaftsmarketing als auch über die Förderung des Freistaates Sachsen gezielter angewandt werden.

Ein weiteres Ziel des Antrages ist die bessere Marktpositionierung, auch auf Lebensmittelmärkten außerhalb Sachsens und Deutschlands. Mit Leipziger Lerchen, Dresdner Christstollen, Meißner Wein, Lausitzer Säften, Frühstücksflocken aus dem Leipziger Land, Likören aus dem Vogtland, Limonaden aus dem Erzgebirge und Bier aus Görlitz seien nur einige Leitprodukte genannt, die auch auf nationaler und internationaler Ebene eine stärkere Rolle spielen sollten. Die Aktivitäten der sächsischen Wirtschaft in diese Richtung wollen wir mit der Evaluation bisheriger Förderungen und deren Neuausrichtung nachhaltig stärken."