„Es braucht echten Reformwillen aller Beteiligten“

Beitrag vom 09.01.2019 - 15:20 in Wissenschaft und Hochschule, Kultur und Medien

CDU-Medienpolitiker fordern offene Debatte zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Heute führten die Medienpolitiker der CDU-Fraktion ein Arbeitsgespräch mit MDR-Intendantin Prof. Dr. Karola Wille. Im Mittelpunkt standen Auftrag und Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im digitalen Zeitalter.

Dazu erklärt die medienpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Aline Fiedler: „Grundlagen unserer Medienpolitik sind Presse- und Meinungsfreiheit, Programmvielfalt, journalistisch unabhängige Medienangebote und das duale System von öffentlich-rechtlichen und privaten Medienangeboten. Deshalb halten wir einen qualitativ anspruchsvollen und inhaltlich vielfältigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk auch im Zeitalter des Internets für unverzichtbar. Frei verfügbare und von wirtschaftlichen Interessen unabhängige Programmangebote, wie sie der MDR macht, leisten einen wichtigen Beitrag für den Meinungsbildungsprozess und zum Funktionieren unserer demokratischen Gesellschaft.“

„Wir werden eine breite Debatte über die Zukunft und Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Gesellschaft führen. Dabei brauchen wir die Fähigkeit und den Willen aller Beteiligten zu weiteren Reformen. Ich wünsche mir eine leidenschaftliche Diskussion ohne Denkverbote. Dazu gehört für mich auch die Offenheit für weniger Sender, schlankere Strukturen und noch mehr Kooperation. Und der öffentlich-rechtliche Rundfunk sollte sich aus meiner Sicht darauf konzentrieren, als Alleinstellungsmerkmal das zu tun, was kommerzielle Anbieter nicht leisten können oder wollen“ betont die CDU-Medienpolitikerin Fiedler.