„Gleichberechtigung für Männer bei der Gesundheitsprävention!“

Beitrag vom 31.05.2018 - 16:40 in Soziales und Verbraucherschutz, Gleichstellung und Integration

CDU setzt sich für mehr geschlechtsspezifische Programme ein

Heute beschloss der Landtag auf Antrag der Regierungskoalition den Antrag „Männer, Frauen und Gesundheit – Versorgung, Forschung und Lehre in Sachsen stärken“.

Dazu sagt die familienpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Daniela Kuge: „Männer genießen nicht nur Privilegien oder sind in Positionen, um die wir sie beneiden. Nein: Sie sterben früher, werden häufiger Opfer von Gewaltdelikten und sie sind öfter krank.“

„Aufgrund der biologischen Unterschiede zwischen Mann und Frau ist es nur natürlich, dass Medikamente anders wirken und Krankheitsbilder anders verlaufen. Es ist hier einfach sinnvoll, diese Unterschiede zu kennen und entsprechend zu handeln. Derzeit existiert kein Präventionsprogramm, das exklusiv auf die Bedürfnisse von Männern zugeschnitten ist. Das wollen wir ändern“, so Kuge.

Hintergrund
Derzeit richten sich nur etwa 2% der Präventionsangebote an Männer, dies geht aus dem Präventionsbericht der Gesetzlichen Krankenkassen für 2017 hervor. Hinzu kommt, dass nur etwa jeder vierte Mann Vorsorgeuntersuchungen wahrnimmt – obwohl aktuellen Studien zufolge 80% um deren Existenz wissen. Im Antrag wird die Staatsregierung unter anderem dazu aufgefordert, über ihren derzeitigen Kenntnisstand und die Umsetzung der Forschungsergebnisse geschlechtsspezifischer Gesundheitsproblematiken zu berichten. Außerdem wird sie aufgefordert, für das Thema bereits im Studium bzw. der Ausbildung von medizinischem Personal zu sensibilisieren und Kräfte zu bündeln.