„Kommunale Baufirma in Chemnitz weder nötig noch legitim!“

Beitrag vom 10.02.2019 - 15:03 in Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Die Stadt Chemnitz hat die Gründung einer eigenen „KommunalBau Chemnitz GmbH“ gegen den Widerstand der CDU/FDP-Fraktionsgemeinschaft im Chemnitzer Stadtrat und u.a. der Kammern und des Sächsischen Baugewerbeverbandes beschlossen.

Dazu sagt der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages, Frank Heidan: „Wir sehen die Gründung einer stadteigenen Baufirma in Chemnitz sehr kritisch. In der Region gibt es mehr als 600 Betriebe im Hoch- und Tiefbau sowie über 220 Firmen, die sich um Bauplanungen kümmern. Sie brauchen keine Konkurrenz durch die Stadt sondern eine effizient arbeitende Verwaltung, damit Bauprojekte zügig umgesetzt werden können. Man hätte dort lieber personell aufstocken sollen, anstatt eine weitere Firma zu gründen.“

Die Chemnitzer Abgeordnete und Stadträtin Ines Saborowski sagt: „Chemnitz macht mit einer eigenen Stadtfirma dem privaten Baugewerbe Konkurrenz. Das ist weder nötig noch legitim. Die Stadtverwaltung vergißt, dass es diese Unternehmen sind, die die Steuern erwirtschaften, die sie für ihre eigene Firma ausgeben will. Besonders kritisch ist die Tatsache, dass gleich zwei Geschäftsführer-Posten geschaffen werden sollen! Derzeit prüft die Landesdirektion den entsprechenden Stadtratsbeschluss, gegen den wir als CDU im Interesse unserer mittelständischen Bauunternehmen und Handwerker gestimmt hatten.“