Kupfer: "Sachsen sind konservativ – das ist ihr gutes Recht!"

Beitrag vom 22.11.2016 - 16:54

Gleich zwei aktuelle Umfragen dominierten heute die politische Diskussion in Sachsen. Zum einen veröffentlichte der MDR eine repräsentative Umfrage von Infratest dimap, nach der die CDU jetzt auf 34 Prozent kommen würde. Das entspräche einem Rückgang von 5,4 Prozentpunkten im Vergleich zur letzten Landtagswahl 2014. Und zum anderen veröffentlichte die Staatsregierung den im Koalitionsvertrag vereinbarten "Sachsen Monitor", der ebenfalls von dimap erstellt wurde.

Dazu sagt der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Frank Kupfer: "Die Sachsen sind konservativ in ihrer Grundhaltung, stolz auf das Erreichte und skeptisch vor dem Fremden. Das ist aber auch ihr gutes Recht. Sie haben sich in den vergangenen Jahren ihren Wohlstand aufgebaut und sehen die Risiken, die mit einer Flüchtlingswelle im vergangenem Jahr auf unser Land zukamen. Sie erwarten von Politikern die Lösung von Problemen und lehnen parteitaktische Spielchen bei wichtigen Entscheidungen, wie zurzeit bei der Novellierung des Schulgesetzes, ab." 

"Die größte Gefahr für unsere Demokratie ist der Verlust des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Mit 84 Prozent sorgt sich die überwältigende Mehrheit der Sachsen vor einer Zunahme der Gegensätze zwischen Arm und Reich. Es ist Aufgabe der Politik, für soziale Gerechtigkeit zu sorgen sowie entsprechende Ängste zum Beispiel vor Altersarmut durch klare und kluge Entscheidungen zu nehmen", so Kupfer.

Der Fraktionsvorsitzende: "Wir nehmen uns als CDU die Umfragen zu Herzen. Die Sachsen erwarten zu Recht von Politik klare und verständliche Worte, praktikable Lösungen sowie Aufrichtigkeit. Wir werden für unsere konservative Politik noch stärker werben, dass ist übrigens auch die beste Vorgehensweise gegen ein Erstarken von linken und rechten Populisten. Eine Gefahr von Rechtsaußen wird nur dann real, wenn wir keine Lösungen mit unserem parlamentarischen System liefern können – das sollten alle Parteien bedenken!"


Hintergrund:

Neben bisherigen Fragen zu Lebensumständen und Zufriedenheit wurden die Haltung zur Demokratie, menschenfeindliche und extremistische Einstellungen sowie Einstellungen zu Medien und zu Europa erfasst. Demnach ist die Mehrheit der Sachsen zufrieden mit dem seit 1990 Erreichten und blickt optimistisch in die Zukunft. Aber alarmierend ist das geringe Vertrauen in die demokratische Ordnung.