Vertrauen in Qualität sächsischer Weine wieder stärken – Sonderförderprogramm kein geeignetes Mittel

Beitrag vom 20.04.2016 - 15:14 in Soziales und Verbraucherschutz, Gleichstellung und Integration

Heute forderte im Sächsischen Landtag die Fraktion DIE LINKE finanzielle Soforthilfen für die von Insektizid-Belastungen im Wein betroffenen Winzer. Die Regierungskoalition von CDU und SPD hat diesen Antrag abgelehnt.

Der verbraucherschutzpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Sebastian Fischer, erklärt: "Der Antrag der Linken war populistisch. Es gab Fehler beim Pflanzenschutz – und wenn diese bewusst begangen wurden, sind es kriminelle Taten. Aber es gibt keinen sogenannten Weinskandal. 99 Prozent der sächsischen Winzer arbeiten ehrlich und sauber."

Wein aus Sachsen ist auch weiterhin ein sicheres Lebensmittel. Fischer: "Die Fehler wurden durch staatliche Kontrollen aufgedeckt und umgehend verfolgt. Das zeigt, wie effektiv unsere Lebensmittelüberwachung arbeitet."

Die weinbaupolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Simone Lang, sagt: "Das Fehlverhalten einiger weniger Weinbauer stellt nicht den Qualitätsanspruch des sächsischen Weines in Frage. Die große Mehrzahl der sächsischen Winzerinnen und Winzer fühlt sich den Prinzipien eines nachhaltigen Weinbaus verpflichtet. Ich begrüße es, dass sowohl die sächsischen Behörden als auch die Winzer alle Anstrengungen auf die Aufklärung der aktuellen Situation gerichtet haben."

Die Forderung der Linken nach einem Sonderförderprogramm ist reine Effekthascherei. Lang: "Es gibt im Freistaat bereits Unterstützungsmöglichkeiten für in wirtschaftliche Not geratene Unternehmen. Unser gemeinsames Ziel sollte es nun sein, das Image des sächsischen Weines und das Verbrauchervertrauen wieder zu stärken."