Frischer Wind für Sachsens Schulen

„Wir sind Lernende“ – diesem Motto folgt die CDU-Landtagsfraktion in ihrer Schulpolitik. Im Herbst lud sie zu drei Dialogforen ein mit dem Ziel, die Schulen in Sachsen fit für die Anforderungen der Zukunft zu machen. Lehrer, Eltern und auch Schüler steuerten bei Diskussionen in Bautzen, Meißen und Zwickau ihre Erfahrungen und Wünsche bei.

Der Erhalt von Schulen im ländlichen Raum gehört zu den großen Herausforderungen. Trotz dort meist sinkender Bevölkerungszahlen will die CDU dafür sorgen, dass unter anderem Grundschulen vor Ort möglichst erhalten bleiben. Jahrgangsübergreifender Unterricht ist ein Rezept dafür: Schüler aus zwei Klassenstufen lernen gleichzeitig im selben Raum. „Das braucht Vorlauf“, mahnt ein Lehrer, der das bereits ausprobiert hat. Vier Jahre seien es bei ihm und seinen Kollegen gewesen. Außerdem seien neue Lernkonzepte und entsprechende Weiterbildung nötig.

Vor allem Lehrer und Schulleiter drängen darauf, den Betrieb in ihren Schulen mit größerer Eigenverantwortung führen zu können. Dabei wird immer wieder eingefordert, dass die Schulleiter stärker bei der Auswahl ihrer Lehrer beteiligt werden. Der Fraktionsvorsitzende Frank Kupfer legte sich bei dem Forum in Meißen fest: „Die Schulen sollen mehr Personalhoheit bekommen, um ihre pädagogischen Konzepte ausprägen zu können.“

Solche Bürgerdialoge will die CDU-Landtagsfraktion künftig häufiger anbieten, sagt Kupfer. Schon diese Foren zur Schulpolitik hat die Expertise von Lehrern, Schülern und Eltern weitergebracht. Die Bildungspolitiker wollen diese bei der Erneuerung des Schulgesetzes nutzen, dessen Entwurf im Januar von der Staatsregierung beschlossen wurde. Nach den Beratungen im Landtag soll das Schulgesetz Ende des Jahres beschlossen werden. (sr)

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