05.03.2020

„Schwarzer Peter pauschal an Landwirte ist absurd!“

Nitratmessstellennetz in Sachsen wird flächendeckend und ohne Vorfestlegungen überprüft

Heute hat der Umwelt- und Landwirtschaftsausschuss im Landtag auf Antrag der Koalitionsfraktionen eine Expertenanhörung zur Überprüfung des sächsischen Nitratmessstellennetzes durchgeführt. Hintergrund ist die geplante Überarbeitung der Düngeverordnung des Bundes.

Dazu sagt der landwirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Andreas Heinz: „Die heutige Anhörung hat uns sehr deutlich aufgezeigt: Das sächsische Nitratmessnetz muss deutlich verbessert werden! Es braucht mehr staatlich kontrollierte Messstellen und offizielle Messpunkte, die technisch auf dem aktuellsten Stand sind. Und wir müssen verstärkt den Blick auf regionale Unterschiede bei möglichen Nitratbelastungen richten. Mit unserem Antrag greifen wir die berechtigten Forderungen unserer Landwirte auf und werden das Messnetz in Sachsen flächendeckend und ohne Vorfestlegungen überprüfen.“

Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende, Georg-Ludwig von Breitenbuch, betont: "Wird in der Öffentlichkeit über die Nitratbelastung im Grundwassers gesprochen, wird dem Düngen und damit unseren Landwirten pauschal der Schwarze Peter zugeschoben. Das ist für mich absurd! Die Realität in den Betrieben und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zeichnen ein anderes Bild. Wir brauchen einen differenzierten Blick auf alle möglichen Ursachen.“

„Als CDU-Fraktion fordern wir deshalb die geplante Düngeverordnung nochmals zu überprüfen! Gerade die Bodenfruchtbarkeit und die ordentliche Pflanzenernährung müssen auch künftig gewährleistet werden. Das Monitoring muss dafür auf sichere rechtliche Füße gestellt werden. Schlussendlich muss es mit Hilfe einer Revisionsklausel möglich sein, in absehbarer Zeit wieder fachgerecht düngen zu können. Unsere Landwirtschaftsbetriebe müssen bei den schwierigen Anpassungsschritten finanziell und beratend begleitet werden“, so der CDU-Agrarexperte von Breitenbuch.

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