Desaster in der Solarindustrie verhindern

18.01.2024 - CDU fordert Hilfe für Solarhersteller Meyer Burger

Der Solarhersteller Meyer Burger erwägt, sein Werk im Freiberg zu schließen. Das Schweizer Unternehmen stellte am Mittwoch einen Plan vor, um seine Verluste in Europa zu verringern und sich auf die USA zu konzentrieren. Demnach droht dem Werk in Freiberg mit 500 Mitarbeitern bereits Anfang April das Aus.

Dazu sagt der umweltpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Robert Clemen: „Umweltpolitisch wäre das Ende der Solarproduktion in Freiberg ein Desaster, das verhindert werden muss. Wir haben als CDU bereits im Frühsommer des vergangenen Jahres die Bundesregierung und die EU aufgefordert, unverzüglich Maßnahmen zum Schutz der Wiederbelebung der sächsischen Solarindustrie zu unternehmen. Diese steht durch einen massiven Anstieg der chinesischen Produktion sowie die von Indien und den USA verhängten Handelsbeschränkungen unter Druck. Das hat zu einem erheblichen Überangebot und Preisverfall geführt.“

„Die Solarmodule aus China liegen eindeutig unter den Herstellungskosten. China will die europäische Konkurrenz beseitigen und uns auf Dauer abhängig machen. Die Ampel-Regierung muss endlich aus den Puschen kommen. Die Solarindustrie spielt beim klimagerechten Umbau der Energieerzeugung eine bedeutende Rolle. Wir brauchen eine leistungsfähige einheimische Produktion. Es muss etwas getan werden, um die Schließung des Werks von Meyer Burger abzuwenden.“

 

 

(Bildnachweis: AdobeStock/VICHIZH)

Ihr Ansprechpartner