Der Sächsische Landtag hat heute den Weg für eine wissenschaftsbasierte Bewerbung Sachsens um das Einstein-Teleskop geebnet. Mit dem beschlossenen Antrag wird die Lausitz als Top-Standort für eines der bedeutendsten Forschungsvorhaben unserer Zeit gestärkt.
Dazu sagt der wissenschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Oliver Fritzsche: „Ja, wir wollen das großartige Wissenschaftsprojekt Einstein-Teleskop nach Sachsen holen! Aber wir wollen es mit Argumenten gewinnen, nicht mit Wunschdenken. Deshalb haben wir als CDU-Fraktion im beschlossenen Antrag die wissenschaftliche Evidenz stärker ins Zentrum gerückt: Nicht politische Präferenzen, sondern die geologische Stabilität und seismische Ruhe der Lausitz müssen den Ausschlag geben. Gemeinsam mit der ausgewiesenen Expertise an der TU Dresden und der TU Bergakademie Freiberg werden wir jetzt die Faktenbasis schaffen, die solch eine internationale Ansiedlung von Spitzenforschung ermöglicht.“
„Die damit verbundene wissenschaftliche Exzellenz wäre dabei kein Selbstzweck, sondern könnte das Fundament für einen massiven wirtschaftlichen Aufbruch legen. Das Einstein-Teleskop könnte zum Innovationsmotor für Sachsens Schlüsselindustrien werden – vom Maschinenbau über die Mikroelektronik bis hin zum Quantencomputing. Wir reden hier nicht nur über Forschung, sondern über enorme Zusatzeffekte, die langfristig hochqualifizierte Arbeitsplätze und echte Wertschöpfung in die Lausitzer Strukturwandelregion bringen könnten.“
Fritzsche betont: „Damit diese Vision aber Realität wird, braucht es eine klare Aufgabenverteilung. Während Sachsen bei der Infrastruktur und der Vernetzung mit unseren europäischen Partnern in Polen, Tschechien und Italien vorangehen kann, stehen Bund und EU bei der Finanzierung dieses Milliardenprojekts in der Pflicht. Unser Ziel ist klar: Wir wollen die Lausitz zu einem Herzstück europäischer Spitzenforschung machen, dabei aber die finanzielle Handlungsfähigkeit unseres Freistaates erhalten.“
(Bildnachweis: NIKHE)



