Für mehr Fachkräfte in Gesundheits- und Pflegeberufen

09.11.2023 - CDU stimmt für Antrag im Landtag

Heute hat der Landtag einen Prioritätenantrag der Koalitionsfraktionen zum Fachkräftemangel in den Gesundheits- und Pflegeberufen verabschiedet. Fakt ist: 39 Prozent der Fachkräfte im pflegerischen Bereich sind bereits jetzt schon über 50 Jahre alt.  Und laut Statistischem Landesamt wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen in Sachsen bis 2035 voraussichtlich auch noch auf etwa 326.000 Personen und damit um fünf Prozent erhöhen. Es wird angenommen, dass 2035 etwa 80.000 Beschäftigte in der stationären und ambulanten Pflege benötigt werden. Das sind ca. 5.000 mehr als heute.

Dazu sagt die CDU-Sozialpolitikerin Daniela Kuge: „Mit unserem Antrag sorgen wir dafür, dass unser Gesundheitssystem in Sachen Arbeitskraft zukunftsfähig wird – insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Denn der Antrag hat zum einen das Ziel, die Ursachen des Fachkräftemangels zu analysieren. Zum anderen soll sichergestellt werden, keine Fachkräfte mehr unnötig zu verlieren. Mit zahlreichen Maßnahmen möchten wir außerdem an den Stellschrauben drehen, die effektiv helfen, neues Personal zu gewinnen. Dabei haben wir insbesondere Assistenzkräfte im Blick.“

„Wir wollen prüfen lassen, welche Möglichkeiten es im Rahmen der Aus- und Weiterbildung zum ‚Staatlich geprüften Krankenpfleger‘ gibt. So soll für Hilfskräfte mit mehrjähriger Berufserfahrung eine Ausbildung zum Krankenpfleger nur noch anderthalb Jahre dauern. Eine Ausbildungszeit von nur einem Jahr soll dann ausreichen, wenn ein Realschulabschluss vorliegt, oder man durch Programme wie das FSJ oder den Bundesfreiwilligendienst Berufserfahrung vorweisen kann“, sagt die CDU-Abgeordnete.

„Ferner soll ein Angebot geschaffen werden, das Ungelernte mit langjähriger Erfahrung in der Kranken- und Altenpflege zum Abschluss führt. In Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeiter möchten wir zusätzlich nach weiteren Zielgruppen suchen, die bereits über Vorerfahrungen verfügen und für eine Ausbildung in der Pflege offen wären“, so Kuge.

 

 

(Bildnachweis: AdobeStock/Robert Kneschke)

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