Glashütte als Herkunftsangabe geschützt

11.02.2022 - CDU-Fraktion begrüßt Entscheidung des Bundesrates

Heute hat der Bundesrat einstimmig der Verordnung der Bundesregierung zum Schutz der geografischen Herkunftsangabe „Glashütte“ für Uhren zugestimmt. Die Verordnung geht auf eine sächsische Bundesratsinitiative aus dem Jahr 2019 zurück, mit der ein Vorschlag für eine solche Verordnung unterbreitet worden war. Die CDU-Fraktion begrüßt die Entscheidung des Bundesrates.

Dazu sagt der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Jan Hippold: „Glashütte steht seit dem 19. Jahrhundert für deutsche Handwerkskunst und Uhrmachertradition. Schon in den Anfängen setzten die Uhrmacher aus Glashütte auf einen hohen Qualitätsstandard. Innovation, Qualität und Langlebigkeit wecken in Zeiten der Globalisierung zunehmendes Interesse. Eine schöne Nachricht, dass nun auch wie bei den Schweizer Uhren die Herkunftsangabe Glashütte geschützt ist.“

Hintergrund:

Im sächsischen Glashütte werden seit 1845 Uhren hergestellt, die eine besonders hohe Qualität aufweisen. Dies wurde dadurch erreicht, dass unter den Herstellern in gegenseitiger Abstimmung bestimmte Qualitätsmerkmale vereinbart und konsequent eingehalten wurden, die bis heute Grundlage für die in Glashütte hergestellten Uhren sind. Die Herkunftsangabe „Glashütte“ bei Uhren steht damit in besonderer Weise für deutsche Handwerkskunst und Uhrmachertradition aus dem sächsischen Osterzgebirge. Mit der nun vorliegenden Verordnung wird gewährleistet, dass die Herkunftsangabe „Glashütte“ nicht durch missbräuchliche Verwendung dieses Namens bei Uhren Schaden nehmen kann. Die auf Grundlage des Markengesetzes erlassene Verordnung regelt, dass die Herkunftsangabe „Glashütte“ nur für solche Uhren verwendet werden darf, bei denen die Montage und das Ingangsetzen des Uhrwerks, die Reglage, die Montage des Ziffernblatts, das Setzen der Zeiger und das Einschalen des Uhrwerks vollständig in Glashütte durchgeführt wurden und bei denen in den wesentlichen Herstellungsstufen mehr als 50 % der Wertschöpfung in Glashütte und – für bestimmte Zulieferungs- und Veredelungsschritte – in den Ortsteilen Bärenstein und Lauenstein der Stadt Altenberg und in der Landeshauptstadt Dresden erzielt wurde.

 

(Bildnachweis: AdobeStock/Tobias Arhelger)

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