Heute hat der Landtag die Qualifizierungszeit für Sachsen beschlossen. Demnach haben Arbeitnehmer ab kommenden Jahr drei Tage Anspruch u. a. für die berufliche Qualifizierung und Fortbildungen im Ehrenamt. Damit setzt der Freistaat ein klares Zeichen: Weiterbildung ja – aber mit Augenmaß und Verantwortung für Beschäftigte, Ehrenamt und vor allem die sächsischen Betriebe.
Dazu sagt der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Kay Ritter: „Die Qualifizierungszeit ist ein Kompromiss! Als CDU-Fraktion haben wir dafür gesorgt, dass er praxistauglich ist und der Anspruch bewusst auf drei Tage begrenzt wurde. Denn es geht nicht um neue Freizeitansprüche, sondern um konkrete Weiterbildung und gesellschaftliches Engagement. Unser Fokus lag dabei klar darauf, die Qualifizierung zu fördern, ohne die sächsischen Unternehmen zu überfordern.“
„Als CDU sehen wir es als unsere politische Verantwortung an, unterschiedliche Interessen sorgfältig abzuwägen. Mehr als 55.000 Menschen haben sich im Vorfeld für eine Regelung starkgemacht – aus Sport, Feuerwehren und vielen weiteren Bereichen. Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Im Gegenteil: Wir haben intensiv mit allen Beteiligten gesprochen – mit Ehrenamtlichen mit Unternehmern, mit Handwerkern, mit der kommunalen Ebene und mit Verbänden.“
„Politik bedeutet, Verantwortung für das Ganze zu übernehmen und einen fairen Ausgleich herzustellen. Das setzt voraus, dass alle Seiten bereit sind, von ihren ursprünglichen Forderungen ein Stück abzurücken. Genau darin sehen wir eine zentrale Aufgabe von Politik: nicht das Trennende zu verstärken, sondern das Gemeinsame zu ermöglichen. Konkret bedeutet das: drei Tage Qualifizierungszeit statt der ursprünglich geforderten fünf Tage Bildungsurlaub – verbunden mit klaren Vorgaben und klaren Zielsetzungen. Damit schaffen wir einen Ausgleich zwischen berechtigten Erwartungen der Beschäftigten und den realen Möglichkeiten unserer Unternehmen.“



