Heute beschloss der Sächsische Landtag einen Antrag der Koalitionsfraktionen, um die Lehrkräftesituation in den Schulfächern Musik und Kunst künftig noch besser abzusichern.
Dazu sagt die CDU-Bildungspolitikerin Iris Firmenich: „Aktuelle Entwicklungen in unserer Gesellschaft geben wirklich zu berechtigter Sorge Anlass. Wir stellen einen schleichenden Werteverfall fest und diskutieren leider zunehmend auch über Individualisierung, Respektlosigkeit und Aggressivität. Dabei rufen einige stets nach mehr politischer Bildung und Demokratieprojekten. Diese sind bestimmt auch notwendig. Aber langfristig gesehen bin ich zutiefst davon überzeugt: Eine ganzheitliche Bildung, die die kreativen Schulfächer und den Sport genauso wie die sogenannten Kernfächer einschließt, ist nachhaltiger.“
„Um das zu erreichen, brauchen wir im Schulbereich gut ausgebildete Lehrkräfte, die den Unterricht in den Fächern Kunst und Musik in allen Schularten absichern können. Mit unserem Antrag wollen wir deshalb eine Evaluation dieser Studiengänge, vor allem mit Blick auf eine gute Studienerfolgsquote."
"Darauf aufbauend soll ein Handlungskonzept entwickelt werden, mit dem u.a. Unterrichtsausfall oder fachfremde Vertretung in Kunst und Musik vermieden werden soll. Darüber hinaus soll die Einstellung von sogenannten Einfach- und Doppelfach-Lehrkräften auch in Teilzeit ermöglicht werden, damit diese auch weiter an einer Musikschule oder als Kirchenmusiker arbeiten können. Zudem soll GTA für mehr kulturelle Bildungsangebote geöffnet werden, um mit Chören, Instrumentalensembles oder auch mit außerschulischen Kulturanbietern noch umfassender zu kooperieren. Und nicht zuletzt sollen leistungsstarke Schülerinnen und Schüler künftig stärker unterstützt werden, um ihnen ein erfolgreiches Studium an einer Musik- oder Kunsthochschule zu ermöglichen“, fasst die CDU-Bildungspolitikerin die zentralen Punkte des beschlossenen Antrags zusammen.
Firmenich betont: „Lassen Sie uns die Türen an unseren sächsischen Schulen für Lehrkräfte aus Musik und Kunst noch weiter öffnen! Schaffen wir dafür Perspektiven in unserem Land! Wie viele diese Chance ergreifen, werden wir erst in Zukunft wissen. Aber diese Chance zu bieten und damit Schulen, Musikschulen, Orchestern, Chören und der Kirchenmusik zu helfen – dafür lohnt es sich auf jeden Fall.“ (Bildnachweis: AdobeStock/Pixel-Shot)



