Heute hat der Sächsische Landtag einen Prioritätenantrag der Regierungskoalition zu Sprach-Kitas beschlossen. Der war notwendig geworden, da sich der Bund unter der Ampelregierung von SPD, Grüne und FDP aus der Finanzierung des 2016 aufgelegten Programmes -trotz starker Kritik der CDU-CSU-Bundestagsfraktion- ersatzlos verabschiedet hat. Erst nach massivem Protest sowohl aus der Praxis als auch aus den Ländern und der Politik hat der Bund entschieden, die Laufzeit bis zum 30. Juni 2023 zu verlängern.
Dazu sagt die Sprecherin für frühkindliche Bildung, Iris Firmenich: „Sprache ist der Schlüssel zur Welt. Die CDU will deshalb das Personal in Kitas und Kindertagespflege mit den nötigen Kompetenzen zur alltagsintegrierten sprachlichen Bildung ausstatten. So können wir am besten unsere Kleinsten auf die Herausforderungen des Lebens vorbereiten.“
„Mit unserem Antrag wollen wir auch einen Überblick über die Entwicklung der sprachlichen Kompetenzen von Kindern gewinnen. Wenn bei den Schuleingangsuntersuchungen im Schuljahr 2021/22 festgestellt wurde, dass rund 35 Prozent der Kinder Störungen im Bereich Sprache/Sprechen aufweisen und der Anteil schon seit einigen Jahren so hoch ist, dann muss uns das zu denken geben! Anders als beim Bundesprogramm wollen wir die alltagsintegrierte Sprachförderung auf alle Einrichtungen in Sachsen ausweiten und dabei erstmals auch explizit die Kindertagespflege und die Horte einbeziehen“, so Firmenich.
Hintergrund:
Die Aufgabe der an diesen Sprach-Kitas eingesetzten zusätzlichen Sprachfachkräfte bestand vorrangig darin, das Personal in den Einrichtungen zu beraten und anzuleiten, wie man sprachliche Bildung in den Kita-Alltag einbauen kann, wie man mit den Eltern zusammenarbeitet und so die Integration der Kinder und ihrer Familien unterstützt. Von diesem Programm profitierten allerdings nur 10 Prozent aller Einrichtungen, in Sachsen waren es zuletzt konkret 359.
(Bildnachweis: AdobeStock/Rawpixel.com)



