Heute trafen sich die Wirtschaftspolitiker der CDU-Fraktion mit Sachsens DGB-Vorsitzendem Markus Schlimbach. Im Zentrum des Gesprächs standen die aktuellen Entwicklungen in der sächsischen Automobilbranche mit besonderem Fokus auf VW.
Dazu sagt der Vorsitzende des Wirtschaftsarbeitskreises der CDU-Fraktion, Kay Ritter: „Die Autoindustrie ist die wichtigste Branche in Deutschland. Das gilt insbesondere auch für Sachsen. Bei unseren Automobilherstellern, Zulieferern, Ausrüstern und Dienstleistern sind rd. 95.000 Menschen beschäftigt. Wenn VW als größter sächsischer Industriearbeitgeber wankt, rüttelt das den gesamten Wirtschaftsstandort Sachsen kräftig durch.“
Ritter weiter: „Ein Großteil der aktuellen Probleme bei VW sind aus unserer Sicht strategische Managementfehler und damit leider hausgemacht. Wir sind uns mit Sachsens DGB-Chef Markus Schlimbach einig: Mögliche Kurskorrekturen dürfen jetzt nicht ausschließlich auf dem Rücken der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausgetragen werden. Mit Blick auf die Tarif-Ergebnisse vom Dezember 2024 wird es auch schmerzhafte Einschnitte für die VW-Werke in Sachsen geben, so beispielsweise für 330 Beschäftigten mit der Schließung der Gläsernen Manufaktur in Dresden zum Jahresende. Dafür braucht es jetzt tragfähige Lösungen, die wir als Politik gemeinsam mit den Gewerkschaften weiter aktiv begleiten werden.“
Der CDU-Wirtschaftspolitiker und Vorsitzender der Gruppe der Automobilregionen im Europäischen Ausschuss der Regionen (AdR), Thomas Schmidt, betont: „Die aktuelle Krisensituation bei VW gefährdet den bislang sicher geglaubten Status als robuster Wirtschaftsmotor, zukunftsfester Arbeitgeber und damit Wohlstandsgarant einer ganzen Region, vor allem in Südwestsachsen. Die Zukunft sowohl des hocheffizienten Chemnitzer VW-Motorenwerks als auch des sächsische VW-Hauptstandortes Zwickau/Mosel ist derzeit alles andere als sicher."
"Deshalb braucht es hier ein gänzlich neues Verständnis von Transformation. Aus CDU-Sicht ist nunmehr auch für Südwestsachsen ein weitreichender Strukturwandel erforderlich. Als Koalition haben wir daher vereinbart, mit allen Akteuren dieser Region einen „Masterplan Südwestsachsen“ auf den Weg zu bringen. So schwierig sich die derzeitige Situation auch gestaltet, nach unserer Auffassung bietet die aktuelle Krise dabei aber auch Chancen, die wir gemeinsam mutig ergreifen sollten.“



