„Wertevermittlung ist zentraler Bildungsauftrag“

06.07.2023 - Koalition will schulisches Handlungskonzept weiterentwickeln

Heute beschloss der Sächsische Landtag einen Koalitionsantrag zu sächsischen Schulen als Orte der Demokratie und Vielfalt.

Dazu sagt die CDU-Bildungspolitikerin Iris Firmenich: „Derzeit erleben wir leider eine zunehmende Verrohung im Umgang miteinander! Ob tätliche Angriffe auf Polizei und Rettungskräfte, ob verbale anonyme Entgleisungen gegenüber Andersdenkenden und politischen Verantwortungsträgern im Internet oder auch Demagogie und Fakenews von extremistischen Kräften des rechten und linken politischen Spektrums. Unsere grundlegenden Werte werden so jeden Tag aufs Neue herausgefordert. Werte, die bereits in der Kindheit und Jugend herausgebildet werden – mit entsprechender Bildung und Erziehung im Elternhaus und auch in der Schule!“

„Bereits 2017 hat das Kultusministerium daher ein Handlungskonzept „W wie Werte“ mit 31 Empfehlungen entwickelt. Seit dem soll eine demokratischen Schulentwicklung und die politischen Bildung an sächsischen Schulen gestärkt werden. Mit unserem Antrag wollen wir wissen: „Wo stehen wir jetzt hier?“. Zugleich wollen wir dieses Handlungskonzept auch weiterentwickeln, gerade auch mit Blick auf Beteiligungsmöglichkeiten Schülerinnen und Schülern.“

Firmenich betont: „Ganzheitliche Bildung zielt auf die Erziehung von Persönlichkeiten, die über ein stabiles Wertefundament verfügen. Dazu gehören respektvoll miteinander umzugehen, andere Meinungen zu akzeptieren und Vielfalt anzuerkennen und zumindest aber zu tolerieren. Darüber hinaus ist es wichtig, in der Lage zu sein, unterschiedliche Meinungen mit Argumenten und in kultivierter Art und Weise zu debattieren. Demokratie verlangt nämlich auch dann Entscheidungen anzuerkennen, wenn sie nicht der eigenen Meinung entsprechen. Gerade dieser wichtige Punkt wird meiner Ansicht nach in aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen zunehmend immer stärker ausgeblendet.“

„Und wo wäre dafür ein besserer Ort, um das alles zu erlernen, als in der Schule? Die Möglichkeiten mitzuwirken und Demokratie zu üben und zu erfahren, sind hier vielfältig: als Klassen- oder Schülersprecher, in Jugendparlamenten, bei Rollenspielen, zum Beispiel im Sächsischen Landtag, beim Besuch einer Gedenkstätte, im Gespräch mit Zeitzeugen oder auch bei Geschichtswettbewerben.“

 

 

(Bildnachweis: AdobeStock/Syda Productions)

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