„Wolfspopulation in Sachsen begrenzen!“

30.11.2022 - CDU für Koexistenz von Mensch und Tier

Die Zahl der Wölfe und Rudel nimmt in Sachsen zu. Die Menschen in bestimmten ländlichen Regionen fühlen sich nicht mehr sicher. Immer häufiger verlieren Wölfe ihre natürliche Scheu vor den Menschen und trauen sich näher an Siedlungen heran. Sie werden auch zu einer existenziellen Bedrohung der Weidetierhalter. Das hat jetzt auch die Europäische Union erkannt.

Dazu sagt der landwirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Andreas Heinz: „Endlich! Ohne eine nachhaltige Begrenzung der Wolfspopulation hat die Weidehaltung, besonders von Schafen, keine Zukunft. Auch die teuren Herdenschutzmaßnahmen und Entschädigungsprogramme können dieses Grundproblem nicht lösen. Der Erhaltungszustand des Wolfes in Deutschland und speziell in Sachsen ist erreicht. Eine Koexistenz zwischen Wolf und Mensch wird nur mit einem aktiven Bestandsmanagement des Wolfes möglich sein.“

„Die Bundesregierung muss endlich handeln, um das Miteinander von Wölfen, Menschen und Weidetieren in unserer Kulturlandschaft zu ermöglichen. Sie sollte die Empfehlung der EU-Kommissionspräsidentin aufgreifen und den Wolf in der FFH-Richtlinie auf einen geringeren Schutzstatus herunter stufen. Auch die Forderung, den Erhaltungszustand der Populationen auf europäischer Ebene zu beurteilen, muss aufgegriffen werden. Die Kleinstaaterei beim Wolfsmonitoring muss aufhören“, so Heinz.

 

Hintergrund:

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat in einem Schreiben an die EVP-Fraktion im Europäischen Parlament darauf hingewiesen, dass die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) Spielräume für die Mitgliedstaaten eröffne, um auf wachsende Wolfsbestände zu reagieren. Das ist ein starkes Signal aus Brüssel, das sie unsere Forderung nach Begrenzung der Wolfsbestände unterstützt.

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