Nach aktuellen Medienberichten plant der VW-Vorstand im Zuge eines radikalen Sanierungsprogramms den Abbau zehntausender Arbeitsplätze. Von diesen Plänen könnte perspektivisch auch das sächsische VW-Werk in Zwickau direkt betroffen sein – bis hin zu einer drohenden Schließung.
Dazu sagt Sören Voigt, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des Sächsischen Landtages und Erster stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion: „Die Nachricht über eine mögliche Schließung des Zwickauer VW-Werks erschüttert mich. Erst am vergangenen Montag war der Wirtschaftssausschuss zu einem Gespräch vor Ort. Dabei habe ich deutlich gemacht, dass die Sicherung und wirtschaftliche Entwicklung der sächsischen VW-Standorte unser gemeinsames Interesse ist. Die Werke haben für die Regionen und die Beschäftigten eine enorme Bedeutung. Als Landtagsausschuss werden wir die anstehenden Gespräche zwischen der Staatsregierung und VW Sachsen daher eng begleiten.“
Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Kay Ritter, sagt: „Dass ausgerechnet das VW-Werk Zwickau zur Disposition stehen soll, ist ein Schlag ins Gesicht der Belegschaft. Die Beschäftigten haben die tiefgreifende Transformation zur Elektromobilität und die Umstellung auf Kreislaufwirtschaft mit großer Professionalität bewältigt. Für diesen Einsatz verdienen sie Verlässlichkeit und Perspektiven – statt neuer Existenzängste.
Ritter fordert den Volkswagen-Konzern auf, seiner Verantwortung für den traditionsreichen Automobilstandort Zwickau gerecht zu werden: „Zwickau ist einer der modernsten Automobilstandorte Europas. Wer diesen Standort aufgibt, gefährdet Tausende Arbeitsplätze und schwächt die gesamte industrielle Wertschöpfung in Westsachsen. Der Konzern muss alle Optionen zur langfristigen Standortsicherung ausschöpfen, anstatt voreilig das Aus einzuleiten.“
Abschließend appelliert Ritter an die Unternehmensführung, frühzeitig Klarheit zu schaffen: „Die Menschen in der Region und die zahlreichen mittelständischen Zulieferer haben Anspruch auf Ehrlichkeit und Planungssicherheit. Das geweckte Misstrauen verunsichert Familien und die Wirtschaft gleichermaßen. Volkswagen muss jetzt ein klares, unmissverständliches Bekenntnis zum Industriestandort Zwickau abgeben.“



