Russlanddeutsche sind ein selbstverständlicher Teil unseres Landes

05.11.2026 - CDU erinnert im Landtag an den 85. Jahrestag der Zwangsumsiedlung und würdigt ihre Lebensleistung

Heute hat der Sächsische Landtag auf Antrag der CDU-Fraktion zum 85. Jahrestag der Zwangsumsiedlung der Russlanddeutschen debattiert. Vor 85 Jahren unterzeichnete das Präsidium des Obersten Sowjets einen Erlass, der das Leben von Hunderttausenden Deutschen in der Sowjetunion zerstörte. Mit einem Federstrich wurden sie zu Staatsfeinden erklärt, deportiert und in Lager verschleppt.

Dazu sagt der CDU-Abgeordnete Dr. Sven Eppinger: „Für uns als CDU-Fraktion ist dieser Jahrestag ein wichtiger Anlass, an das schwere Unrecht zu erinnern und die Lebensleistung der Russlanddeutschen auch für unseren Freistaat zu würdigen. Die Deportationen und die anschließende Zwangsarbeit kosteten ca. 200.000 Menschen das Leben. Hinter diesen Zahlen stehen Familien, deren Leben von einem Tag auf den anderen ausgelöscht wurde. Dieses Leid darf niemals in Vergessenheit geraten, weil die Geschichte der Russlanddeutschen untrennbar zu unserer eigenen Geschichte gehört.“

„Viele Betroffene fanden nach Jahrzehnten der Unterdrückung auch bei uns in Sachsen eine neue Heimat. Durch ihren starken Zusammenhalt und ihren unermüdlichen Willen bauten sie sich hier eine neue Existenz auf. Sie bereichern seither unsere Gesellschaft und sind längst ein selbstverständlicher Teil unseres Landes geworden.“

Eppinger betont: „Heimat, Identität und Glaube gaben den Menschen damals den nötigen Halt, um selbst unter extremen Bedingungen ihre Würde zu bewahren. Ihre Lebensleistung verdient unseren tiefen Respekt. Zugleich führen uns diese historischen Erfahrungen vor Augen, wie wertvoll eine freiheitliche und rechtsstaatliche Ordnung ist. Die Achtung der Menschenwürde und der Schutz des Einzelnen sind Errungenschaften, die niemals als selbstverständlich angesehen werden dürfen. Das Schicksal der Russlanddeutschen bleibt eine mahnende Erinnerung daran, diese Werte weiter entschlossen zu verteidigen.“

 

(Bildnachweis: Russlanddeutsche im GULAG/Bundesstiftung Aufarbeitung_© Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte, Fotoreproduktion. Sowjetunion, um 1950. Inv.Nr. 2017/512)

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