Der Landtag hat heute zu Beginn der Plenarsitzung außerhalb der Tagesordnung über die aktuelle Situation bei Volkswagen Sachsen debattiert. Hintergrund waren anhaltende Diskussionen über die Zukunft der Standorte in Mosel, Chemnitz und Dresden sowie Vorschläge von Wirtschaftsminister Dirk Panter zur Ansiedlung weiterer Hersteller und neuer Wertschöpfung in Südwestsachsen.
Dazu sagt der CDU-Wirtschaftspolitiker Thomas Schmidt: „Die Verunsicherung bei den Beschäftigten und in den Zulieferbetrieben ist groß. Deshalb war es richtig, dass der Wirtschaftsminister heute Stellung bezogen hat. Für uns als CDU steht fest: Es geht um industrielle Wertschöpfung, um gute Arbeitsplätze und um die Zukunft ganzer Regionen in Sachsen.“
Schmidt betont: „Volkswagen ist eine sächsische Erfolgsgeschichte. Dieser Erfolg basiert nicht nur auf Investitionen des Konzerns, sondern auch auf der Unterstützung des Freistaates, der Kommunen und vor allem auf der Leistung hochqualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gerade deshalb dürfen wir jetzt nicht tatenlos zusehen.“
„Zuerst bleibt VW in der Pflicht, weiterhin Verantwortung für die Zukunft der Standorte in Sachsen zu übernehmen. Wenn neue Hersteller oder zusätzliche industrielle Wertschöpfung nach Sachsen geholt werden können, dann müssen wir diese Initiativen unterstützen. Andere internationale Automobilkonzerne produzieren längst erfolgreich in Deutschland. Entscheidend ist, Arbeitsplätze und industrielle Kompetenz in Sachsen zu sichern“, so Schmidt weiter.
Mit Blick auf die VW-Standorte im Freistaat erklärt Schmidt: „Besonders das Motorenwerk in Chemnitz zeigt, welches Potenzial in Sachsen steckt. Dort wird bereits intensiv darüber nachgedacht, wie Produktion diversifiziert und neue Wertschöpfung aufgebaut werden kann. Diese Innovationskraft müssen wir stärken.“
Hintergrund:
Die Diskussion im Landtag knüpft an den laufenden „Masterplan Südwestsachsen“ an, mit dem Staatsregierung, Kommunen und Wirtschaft Perspektiven für die Industrieregion entwickeln. Volkswagen betreibt in Sachsen Standorte in Mosel, Chemnitz und Dresden und ist gemeinsam mit der Zulieferindustrie ein zentraler Arbeitgeber in Südwestsachsen.



