Der Sächsische Landtag debattiert heute über die Weiterentwicklung der sächsischen Kulturlandschaft. Der Antrag der Minderheitskoalition wurde vom Plenum in den zuständigen Kulturausschuss des Landtags zur weiteren Befassung überwiesen.
Dazu sagt die CDU-Kulturpolitikerin Iris Firmenich: „Sachsen besitzt eine einzigartige Kulturlandschaft – von den großen Staatsbetrieben bis in die ländlichen Kulturräume hinein. Diese Vielfalt genießt völlig zu Recht Verfassungsrang, denn sie bildet das emotionale Rückgrat und das Fundament unserer regionalen Identität. Beispielhaft dafür stehen die sorbische Kultur in der Lausitz und die Bergbautradition im Weihnachtsland Erzgebirge.“
„Wir erleben jedoch, dass demografische Veränderungen, die Digitalisierung und massive Kostensteigerungen vor allem unsere Theater und Orchester im ländlichen Raum in Existenznot bringen. Ein einfaches Weiter so wird es angesichts der engen Haushaltsgrenzen von Kommunen und Land nicht geben können, weshalb wir jetzt eine ehrliche und mutige Strategie für das Kulturland Sachsen 2030 und auch darüber hinaus brauchen.“
Firmenich sagt weiter: „Wir erwarten von der Staatsregierung, dass die Kommunen, Landeskulturverbände und Kulturbetriebe von Anfang an eng in diesen Reformprozess eingebunden werden. Für uns als CDU geht es dabei um den Erhalt der kulturellen Teilhabe in der Fläche und um transparente Förderkriterien ohne neuen bürokratischen Aufwand. Das Erschließen von Ressourcen, mehr Effizienz, kluge Kooperationen und auch notwendige Strukturentscheidungen müssen im Mittelpunkt stehen, um die Strahlkraft unserer Kultur langfristig zu sichern.“
Abschließend betont die CDU-Kulturpolitikerin: „Mit uns wird es keine Kürzungen mit der Rasenmäher-Methode geben. Das ist weder unser Anspruch noch wird es der Bedeutung der Kultur gerecht. Aber wir brauchen auch eine ehrliche Überprüfung der gesamten institutionellen Förderung anhand geeigneter Kriterien. Auch die großen sächsischen Kulturstaatsbetriebe müssen ihr Profil schärfen und sich zukunftsfähig ausrichten. Als CDU wollen wir diesen Weg im Ausschuss konstruktiv und mit einem breiten Konsens aller Beteiligten weiter vorantreiben.“
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