Geburtshilfe im ländlichen Raum sichern

05.11.2026 - Landtag bringt Konzept auf den Weg

Heute hat der Sächsische Landtag einen Antrag zur Sicherung der Geburtshilfe im ländlichen Raum beschlossen.

Dazu sagt die CDU-Sozialpolitikerin Daniela Kuge: „Wenn ein Kind unterwegs ist, sollte die Vorfreude im Mittelpunkt stehen und nicht die Sorge über den Weg bis zur nächsten Klinik. Die jüngsten Schließungen von Geburtsstationen wie unlängst in Kamenz zeigen deutlich, unter welchem Druck die medizinische Versorgung vor allem in ländlichen Regionen steht. Als CDU setzen wir uns deshalb mit Nachdruck dafür ein, die flächendeckende Geburtshilfe im Freistaat zukunftsfest zu machen und aktiv gegen den weiteren Abbau von Stationen zu steuern.“

Kuge betont: „Eine verlässliche Geburtshilfe ist kein Luxus, sondern das Fundament für eine familienfreundliche Region. Werdende Eltern in allen Landesteilen müssen darauf vertrauen können, dass sie ihre Kinder sicher und geborgen auf die Welt bringen. Lange Anfahrtswege und strenge Fahrzeitvorgaben auf dem Papier halten der Realität im Winter oder auf Baustellenstrecken oft nicht stand.“

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, bündelt der Freistaat die besten Ideen in einem tragfähigen Gesamtkonzept. Bis zum Ende dieses Jahres nimmt eine hochkarätig besetzte Fach-Arbeitsgruppe ihre Arbeit auf. Darin arbeiten Ministerien, der Sächsische Hebammenverband, die Gesellschaft für Qualität der außerklinischen Geburtshilfe und große Perinatalzentren Hand in Hand. Sie durchleuchten reale Fahrzeiten, identifizieren Versorgungslücken und nutzen moderne Telemedizin, um kleine Kliniken und Hebammen direkt mit Fachzentren zu vernetzen. Bereits Ende März 2027 soll ein erster Zwischenbericht vorliegen.

 

(Bildnachweis: AdobeStock/Tina_kids_photo)

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