Heute hat der Sächsische Landtag die landesrechtlichen Grundlagen für die Umsetzung der neuen, bundeseinheitlichen Pflegefachassistenzausbildung beschlossen. Wer in Sachsen pflegen möchte, bekommt jetzt nicht nur eine moderne Ausbildung sondern auch eine berufliche Zukunft, die nicht mehr am Wohnort und der Anerkennung des eigenen Abschlusses hängt. Damit wird Sachsen auch attraktiver für ausgebildete Pflegefachassistenten, die ihre Ausbildung in anderen Bundesländern absolviert haben.
Dazu sagt die pflegepolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Jessica Steiner: „Wir machen Schluss mit dem Dschungel aus bundesweit 27 verschiedenen Ausbildungen und schaffen ein klares, eigenständiges Berufsbild für die Pflegefachassistenz. Damit gehen wir einen entscheidenden Schritt, um den Pflegealltag vor Ort spürbar zu entlasten und Berufseinsteigern klare Perspektiven zu bieten. Der steigende Pflegebedarf trifft schon heute auf einen spürbaren Fachkräftemangel in Krankenhäusern und Heimen. Mit dem neuen Sächsischen Heilberufegesetz bündeln wir die Gesundheitsberufe neu, schaffen moderne Standards im öffentlichen Gesundheitsdienst und entlasten die Praxis.“
Steiner betont: „Dabei war der Zeitplan entscheidend. Mit dem jetzt verabschiedeten Gesetz kann der erste Jahrgang der neuen Pflegefachkräfte bereits im März 2027 an den Start gehen. Es sichert eine qualifizierte und praxisnahe Ausbildung im Freistaat. Ein gemeinsamer Änderungsantrag regelt zudem den finanziellen Mehrbelastungsausgleich für den Kommunalen Sozialverband Sachsen (KSV) sachgerecht und gibt ihm die nötigen Mittel an die Hand, um das Gesetz vor Ort punktgenau umzusetzen. Pflegefachassistenten sollen unsere Fachkräfte im Alltag gezielt unterstützen, statt sie zu ersetzen. Eine klare Aufgabenverteilung stärkt die Versorgungsqualität und hält den Pflegekräften den Rücken für ihre eigentlichen Kernaufgaben frei.“
Mit Blick auf die Landesfinanzen hebt die CDU-Politikerin hervor: „Gleichzeitig achten wir strikt auf die Haushaltsdisziplin. Der Mehraufwand für den KSV wird präzise ausgeglichen, ohne automatische Ausgabensteigerungen festzuschreiben. Wir behalten die finanzielle Entwicklung im Blick und schaffen verlässliche Strukturen für Sachsen.“
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