Zwickau hat Zukunft

02.09.2026 - Volkswagen muss die Chancen des effizientesten Werkes im Konzern nutzen

Mit Blick auf die aktuelle Berichterstattung über das Volkswagenwerk in Zwickau erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Kay Ritter: „Wenn sich die Berichte bewahrheiten, dass Volkswagen den Standort Zwickau nach dem Auslaufen der aktuellen Modelle deutlich zurückfahren will, wäre das aus meiner Sicht eine schwierige industriepolitische Entscheidung. Gerade weil Zwickau zu den effizientesten Standorten im Volkswagen-Konzern zählt, sollten alle Möglichkeiten für eine langfristige Perspektive dieses Werkes sorgfältig geprüft werden.“

„Die Beschäftigten in Zwickau haben in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass sie Veränderungen erfolgreich gestalten können. Sie haben den Standort vom Verbrennungsmotor auf Elektromobilität umgestellt, neue Produktionsprozesse erlernt und erhebliche Veränderungen mitgetragen. Diese Erfahrung, die Kompetenz der Belegschaft und die vorhandenen Produktionsstrukturen sind ein großer Wert – für Volkswagen und für den Industriestandort Sachsen.“

Ritter betont: „Gerade deshalb muss der Erhalt des effizienten Produktionsstandortes Zwickau im Mittelpunkt der weiteren Überlegungen stehen. Ein leistungsfähiges Werk mit qualifizierten Beschäftigten und moderner Infrastruktur bietet eine gute Grundlage, um neue Produkte, Modelle oder Geschäftsfelder nach Zwickau zu bringen."

„Der VW-Vorstand steht vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen und muss unternehmerische Entscheidungen treffen. Gerade deshalb sollte gemeinsam geprüft werden, welche Möglichkeiten für eine wirtschaftlich tragfähige Nachbelegung des Standortes bestehen. Wenn neue Geschäftsmodelle notwendig sind, sollten diese entwickelt werden. Wenn Produktionsprozesse angepasst werden müssen, sollten Lösungen gesucht werden. Entscheidend ist, dass die vorhandenen Stärken des Standortes genutzt werden.

„Zwickau ist dabei weit mehr als ein einzelner Produktionsstandort. Der Standort steht für jahrzehntelange Automobilkompetenz und ist eng mit der Industriegeschichte Sachsens verbunden. Rund um das Werk haben sich ein leistungsfähiges Netzwerk aus Zulieferern, Dienstleistern, Handwerksbetrieben und mittelständischen Unternehmen sowie eine hochqualifizierte Fachkräftebasis entwickelt. Eine langfristige Perspektive für Zwickau wäre deshalb nicht nur ein wichtiges Signal für die Beschäftigten, sondern auch für die gesamte Wirtschaftsregion Westsachsen.“

Der CDU-Wirtschaftspolitiker fordert: „Wir brauchen in Sachsen eine Industriepolitik, die bestehende Stärken erhält und neue Chancen eröffnet. Zwickau bringt dafür hervorragende Voraussetzungen mit: einen effizienten Standort, qualifizierte Beschäftigte, industrielle Erfahrung und eine leistungsfähige Infrastruktur.“

„Mein Appell an den VW-Aufsichtsrat und den Vorstand ist deshalb klar: Prüfen Sie alle Möglichkeiten, Zwickau langfristig im Konzern zu halten. Der Erhalt eines der effizientesten Werke im Volkswagen-Konzern ist nicht nur eine Frage regionaler Verantwortung – er kann auch wirtschaftlich eine Chance sein.“

„Zwickau hat bewiesen, dass der Standort Wandel kann. Jetzt sollten wir gemeinsam daran arbeiten, dass er auch die nächste industrielle Transformation erfolgreich gestaltet.“

Ihr Ansprechpartner

Mario Dense

Pressesprecher (komm.) | Öffentlichkeitsarbeit

0351 493-5611
mario.dense[at]slt.sachsen[dot]de